Corona-Krise und tektonische Verschiebungen

Die Global 500 im Jahr 2019/20

In den letzten zwei Jahrzehnten gab es massive Veränderungen in der Struktur der Weltwirtschaft. Diese laufen in erster Linie darauf hinaus, dass die ökonomische Vorherrschaft der USA zunächst in Frage gestellt und relativiert wurde. Mit der Corona-Krise des Jahres 2020 wird sie gebrochen. Die Präsidentschaft von Donald Trump war ein Versuch, diesen Niedergang zu stoppen – unter anderem, indem er chinesische Importe mit Strafzöllen belegte und Druck auf die Bündnispartner Japan, Australien und in der EU ausübte, die Zusammenarbeit mit dem chinesischem IT-Konzern Huawei einzuschränken. Joe Biden als US-Präsident setzt diesen Kurs fort – und wird vor allem die militärische Bedrohung gegenüber China erhöhen. Der Konkurrenzkampf um die Hegemonie in der Weltwirtschaft ist nicht nur brandgefährlich für den Weltfrieden. Sie beschleunigt auch die Weltklimakrise.

Die Veränderungen in der Struktur des Weltkapitals – mit dem erwähnten Niedergang der USA und dem parallelen Aufstieg der chinesischen Ökonomie – ist ablesbar an der Entwicklung der Konzerne der Welt. Die 500 größten Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen – also aus den Bereichen Industrie, Einzelhandel, Großhandel, Banken, Versicherungen und dem Dienstleistungsbereich – werden seit Anfang der 1990er Jahre im US-Wirtschaftsblatt Fortune veröffentlicht.1 Unternehmen in dieser Größenordnung gab es nur in 32 Ländern, sind aber in fast jedem Land der Welt tätigen – kommandierten im Frühjahr 2020 Jahres 69,6 Millionen Beschäftigte. „Kommandieren“ meint hier, dass die Ware Arbeitskraft dieser Menschen ausgebeutet und zur Quelle von riesigen Profiten wird. Dabei wurde gerade in diesen Bereichen der Realwirtschaft im Corona-Jahr 2020 auch so gut wie komplett durchgearbeitet beziehungsweise Ausfälle, die es im Frühjahr 2020 gab, wurden durch Mehrarbeit im zweiten Halbjahr 2020 wieder hereingearbeitet. Die Profite der weltweit größten Konzerne sind entsprechend enorm. Offiziell werden für das Geschäftsjahr 2019/2020 Gewinne in einer Höhe von 2,1 Billionen Dollar gemeldet. Das sind gemessen am addierten Umsatz in Höhe von 33,3 Billionen Dollar bereits 6,5 Prozent. Man darf davon ausgehen, dass es versteckte Gewinne gibt und dass die reale Umsatz-Profitmarge bei mehr als 10 Prozent liegt. 33 Billionen entsprechen einem Drittel des gesamten Bruttoinlandsproduktes der Weltwirtschaft. Am Rande erwähnt sei: Die mit diesen Konzernen verkörperte Macht ist zu 97 Prozent eine reine Männermacht – gerade einmal 14 der gelisteten Unternehmen haben eine Frau als CEO.

Massive Veränderungen in der regionalen Verteilung

Die Tabelle und Grafik bilanzieren zwei Jahrzehnte Entwicklung dieser für das Weltkapital repräsentativen Kapitalgruppe. Dabei kam es zu Veränderungen, die den Begriff „tektonische Verschiebung“ angebracht erscheinen lassen. Die folgenden sechs Trends können herausdestilliert werden:

Erstens Es gibt einen unaufhaltsamen Rückgang des Gewichts der US-amerikanischen Konzerne. Deren Anteil an den Global 500 betrug 1999 noch 36,9 Prozent. 2013 waren es nur noch 27,6 Prozent. 2019/20 dann wieder 29,5 Prozent. Etwas stärker sind die Anteilsverluste beim gesamten Nordamerika-Block Nafta mit USA, Kanada und Mexiko: (1999/20 = 38,3% und 2019/20 = 31,7%).

Zweitens Der Abstieg Japans fällt noch dramatischer aus als derjenige der US-Konzerne. Er begann bereits Anfang der 1990er Jahre, als noch mehr als 40 Prozent des Umsatzes in dieser Gruppe auf japanische Konzerne entfiel (in der Tabelle nicht abgebildet). Zwischen 1999 und 2020 hat sich der Anteil der japanischen Konzerne in der Global-500-Gruppe nochmals von 23,1 Prozent auf 9,4 Prozent um rund 60 Prozent reduziert.

Drittens Die Konzerne mit Sitz in Europa mussten ebenfalls Federn lassen. Das gilt für alle Konzerne in Westeuropa, zusammengefasst unter „Westeuropa (Kern)“. Und ebenso für alle europäischen Unternehmen. Die letztgenannte Gruppe hatte 1999/2000 noch einen Anteil von fast einem Drittel am Umsatz der Global 500. 2019/20 waren es nur noch 24,6 Prozent, also ein Viertel. Auch die deutschen Global 500-Konzerne sind von solchen Anteilsverlusten betroffen. 1999/2000 gab es noch 37 deutsche Global-500-Konzerne mit einem Anteil von 9,6 Prozent am gesamten Umsatz. 2020 waren es nur noch zehn weniger. Der Anteil schnurrte auf 5,9 Prozent zusammen. Ähnlich sieht es bei den Konzernen mit Sitz in Frankreich, Großbritannien und Italien aus.2

Viertens Die geschilderten drei Teil-bewegungen münden darin, dass die Macht der klassischen westlichen Konzerne aus Nordamerika, Japan und Europa erodiert. 1999 gab es unter den 500 mächtigsten Unternehmen der Welt noch 468 aus diesen imperialistischen Regionen, die damals noch 95,2 Prozent des gesamten Umsatzes der Global 500 auf sich vereinen konnten. Die verbleibenden 5 Prozent blieben dem riesigen Rest der Welt vorbehalten (siehe die Zeile „Westliche Industriestaaten“). 2020 haben nur noch 330 Großunternehmen ihren Sitz in Nordamerika, Japan oder Europa. Deren Anteil sank von dem besagten, unerhört hohen Anteil von 95,1 Prozent dramatisch ab auf aktuell 66,2 Prozent.

Fünftens Eine Reihe Schwellenländer – auch als emerging markets bezeichnet – hat ihren Anteil in der Gruppe der Global 500 massiv ausbauen können. Das trifft in noch eher bescheidenem Umfang auf Länder wie Brasilien, Russland und Indien zu. Von diesen drei Ländern gab es 1999 erst sechs Konzerne in der Global-500-Gruppe; 2020 waren es bereits 18. Der addierte Anteil dieser Konzerne am gesamten Global-500-Umsatz stieg von 0,7 Prozent 1999 auf 3,2 Prozent im Jahr 2020.

Eine besondere Dynamik weist dabei die Gruppe derjenigen Volkswirtschaften auf, die zeitweilig als „asiatische Tigerstaaten“ bezeichnet wurden. Es handelt sich dabei um die Staaten Indonesien, Malaysia, Singapur, Thailand, Taiwan und Südkorea. Trotz der schweren Krise in dieser Region, die 1998/99 zu erheblichen Einbrüchen führte, erlebte diese Gruppe seither einen neuerlichen Aufstieg. 1999 gab es in der Global 500-Gruppe 14 Konzerne aus dieser Staatengruppe, die auf einen Anteil von 2,1 Prozent kamen. 2020 tummelten sich hier bereits 27 Konzerne, die 4,8 Prozent des Global-500-Unsatzes auf sich vereinten.

Dabei spielt Südkorea eine herausragende Rolle. Die 14 südkoreanischen Konzerne in der Global-500-Gruppe brachten es 2019/20 auf einen addierten Umsatz von 800 Milliarden Dollar. Das entspricht exakt der Hälfte des addierten Umsatzes dieser Staatengruppe. Am Maßstab „Position unter den Global 500“ gemessen ist Südkorea doppelt so groß wie Italien oder so mächtig wie die entsprechenden Konzerne in Indien und Russland addiert (die Differenzierung ist in der Tabelle nicht dargestellt). Das zweite wichtige Land in dieser Gruppe ist Taiwan.3

Der gewaltige Aufstieg der chinesischen Konzerne

Sechstens Der Aufstieg der chinesischen Konzerne in der Global 500-Gruppe ist sicher das wichtigste Ergebnis in der Veränderung des Weltkapitals überhaupt. Dabei handelt es sich um einen kontinuierlichen Prozess. 1999 gab es erst zehn chinesische Global-500-Konzerne, die es gerade mal auf einen Anteil von 1,6 Prozent brachten. 2020 waren es bereits 124 Konzerne, die einen Anteil von 24,8 Prozent an den Global 500 auf sich vereinten. Es handelt sich um eine Steigerung um mehr als das Fünfzehnfache.

Weltwirtschaftskrisen beschleunigten diesen Prozess. So gab es einen echten „großen Sprung nach vorn“ nach der IT-Krise 2000/2001 und einen weiteren solchen Sprung nach vorn nach der Krise der Jahre 2008/2009. Im Jahr 2007 gab es erst 29 chinesische Global-500-Unternehmen, deren addierter Umsatz von 1,144 Billionen Dollar 4,8 Prozent des gesamten Global-500-Umsatzes (von 23.618 Mrd. Dollar) entsprach (nicht in der Tabelle enthalten). Bis 2013 erfolgte mehr als eine Verdreifachung dieses Anteils. Wobei der entscheidende Sprung nach vorn noch bevorstehen dürfte (siehe dazu weiter unten.).

Das „Dreckiges Dutzend“

Untersucht man nun die stoffliche Seite der Global-500-Konzerne, so ergibt sich das klassische Bild, das in dieser Zeitschrift seit 2008 mehrfach beschrieben wurde. Das die Liste der Global-500-Konzerne anführende „Dreckige Dutzend“ ist komplett beherrscht von Öl-Auto-Konzernen. Darunter befinden sich fünf Ölkonzerne aus China, den USA, Saudi-Arabien und Großbritannien, ein großer Energiekonzern aus China und zwei Autokonzerne.4 Das sieht für die Global 500 insgesamt ähnlich aus. Allein die Gruppe Öl-Auto ergänzt um Luftfahrt bringt es auf gut ein Viertel des Gesamtumsatzes der 500 größten Unternehmen der Welt. Es handelt sich in dieser Zusammensetzung um die stofflich wichtigste Kapitalgruppe. Die Finanzinstitute haben ein größeres Gewicht – doch die sind wiederum vielfach mit der Öl-Auto-Gruppe verflochten. In der Spitzengruppe der 50 größten Unternehmen ist Öl-Auto nochmals größer: Der Anteil liegt auch 2019/20 b ei 37 Prozent.5

Das widerspricht der vielfach geäußerten Darstellung, wonach heute die IT- und Internet-Konzerne beherrschend wären. Dieser Eindruck entsteht dadurch, dass dabei meist der Börsenwert als Maßstab genommen wird. Der sagt zwar viel über den spekulativen Charakter des Booms aus, jedoch wenig über die Zusammensetzung der stofflichen Produktion.

Geht China einen anderen Weg?

Uns interessiert, welchen Weg die chinesischen Großunternehmen gehen, inwieweit es hier, wie von einigen Peking- und LP21-Freunden behauptet, einen „besonderen Weg“ gibt. Tatsächlich weist die Struktur der chinesischen Industrie inzwischen deutliche Parallelen zu derjenigen aller übrigen großer Industrieländer auf. Unter den 124 chinesischen Global-500-Unternehmen zählen 15 direkt zum Sektor Öl, Auto und Flugzeugbau. Wobei die Nr. 1 und die Nr. 3 unter den größten chinesischen Konzernen überhaupt – Sinopec Group und China National Petroleum – reine Ölkonzerne sind. Der addierte Umsatz dieser 15 chinesischen Öl-Auto-Flugzeugbau-Konzerne entspricht rund einem Fünftel des gesamten Umsatzes aller chinesischen Konzerne unter den Global 500. Darüber hinaus gibt es in der Gruppe der chinesischen Global-500-Konzerne fast ebenso viele mächtige Energiekonzerne (wie State Grid, Power China, Shandong Energy Group, State Power Investment o der Jizhong Energy Group) mit vielen Querverbindungen zu den Öl- und Gas-Konzernen. Dies blieb bei dieser Anteilsrechnung noch unberücksichtigt. Hinzu kommen ein gutes halbes Dutzend Bergbau- und Kohleförder-Konzerne, die die Bilanz der chinesischen Großunternehmen braun bzw. schwarz einfärben. Entsprechend baut China auch heute noch Jahr für Jahr neue Kohlekraftwerke und erhöht massiv den CO2-Ausstoß aus solchen Kraftwerken.6

Das westliche Autokapital und das chinesische Fahrzeugbaukapital sind eng verzahnt. Carl Hahn war vor 30 Jahren Top-Manager bei VW. Anlässlich eines Besuchs in Peking äußerte er 1990 in der Großen Halle des Volkes in: „Wir in Deutschland denken langfristig. Ich kann mir vorstellen, dass eines Tages in China mehr Volkswagen gebaut und verkauft werden als bei uns.“7 Dieses damals kühne Ziel des VW-Bosses wurde längst verwirklicht. Während in Europa die Zulassungszahlen von Pkw stagnieren und teilweise rückläufig sind, produziert VW in China inzwischen gut 40 Prozent der gesamten Jahresproduktion – der Anteil der in Deutschland hergestellten Fahrzeuge liegt unter 30 Prozent. Auch sind die Gewinnmargen in China deutlich höher als in Deutschland. VW ist dabei eng verbunden mit zwei chinesischen Staatskonzernen: mit First Automotive Works (FAW) in Changchun und mit Schanghai Automotive Industry (SAIC) in Schanghai. Beide sind in der Global-500-Liste a ls chinesischen Unternehmen vertreten. 2020 war ein Jahr, in dem der Autoabsatz in China – trotz Krise und teilweise auch wegen der Krise und der dort hohen Sparrate – erneut deutlich anstieg. China rettet dabei die Autoindustrie des Westens.

Corona-Krise und der neue chinesische Sprung nach vorn

Im vergangenen Jahr erlebte die Weltwirtschaft einen Einbruch um rund fünf Prozent. Betroffen waren vor allem die westlichen Länder. China konnte erneut ein Wirtschaftswachstum vorweisen (siehe die folgenden zwei Beiträge). Dies hat zur Folge, dass der Anteil der chinesischen Konzerne in der Global-500-Gruppe nochmals sprunghaft nach oben steigen wird. Die in der Tabelle und in der Grafik verarbeiteten Daten berücksichtigen, wie erwähnt, nur den Zeitraum bis zum 31. März 2020.

Das weltweite Wirtschaftswachstum und die globale Produktionssteigerung, zu der alle Regierungen und so gut wie alle Gewerkschaften in diesem Jahr 2021 aufrufen, um die Schäden der Krise auszugleichen, ist Gift für das Weltklima. Die Struktur der Weltkonzerne garantiert ein weiteres „schmutziges Wachstum“ und eine Erhöhung derjenigen Emissionen, die das Klima erhitzen und uns über die bedrohlichen Kipppunkte hinweg bewegen könnten.

Das Wettrüsten, das die USA gerade auch unter US-Präsident Biden betreiben und das seitens der VR China durch erhöhte Rüstungsausgaben beantwortet wird, beschleunigt diesen fatalen Trend.

Anmerkungen

1 In Lunapark21 wurde des Öfteren über die Entwicklung der „Global 500“ berichtet. Das US-Wirtschaftsblatt Fortune veröffentlicht dieses umfangreiche statistische Werk seit 1990 jeweils im Sommer, dann mit den Zahlen für das vorausgegangene Jahr bzw. für das Geschäftsjahr, das meist im März endet. Die aktuellen Zahlen erfassen also in der Regel den Zeitraum 1. April 2019 bis 31. März 2020. Auch wenn es inzwischen interessante Untersuchungen gibt, die verdeutlichen, wie die Machtkonzentration bei den Weltkonzernen aufgrund deren Kontrolle durch Finanzkonzerne nochmals größer ist als im Fall der Global 500, so ist die Global-500-Liste doch ein guter Ausdruck der Struktur des Weltkapitals, vor allem hinsichtlich seiner stofflichen Zusammensetzung. Die Liste enthält die 500 größten Unternehmen, wobei der Maßstab der jeweilige Jahresumsatz ist. Aufgeführt werden alle Unternehmen, die an Börsen gelistet oder bei denen ein Teil ihres Ka pitals an Börsen gelistet ist. So ist der saudische Konzern Aramco zwar der größte Ölförderer der Welt; er war jedoch bis vor kurzem nicht in den Global 500 enthalten, da er lange Zeit an keiner Börse gelistet war. Inzwischen werden 1,5 Prozent des Aktienkapitals frei gehandelt, weswegen der Konzern in der neuen Global-500-Liste aufgeführt wird.

2 Zu beachten ist, dass eine Reihe von Konzernen ihre juristischen Firmensitze nicht (nicht mehr) dort haben, wo die Firmenzentrale ist. Beispielsweise hat der Fiat-Konzern (offizieller Name: s) seinen Firmensitz in den Niederlande. Auch der französisch-deutsche Rüstungs- und Flugzeughersteller Airbus ist juristisch (und aus Gründen der Steuerersparnis) ein niederländisches Unter-nehmen.

3 Neun Unternehmen in der Tigerstaaten-Gruppe haben den Firmensitz in Taiwan. Ihr addierter Umsatz liegt 2019/20 bei 441 Milliarden US-Dollar, was 28 Prozent des Umsatzes dieser Gruppe entspricht.

4 Es handelt sich dabei um die folgenden Unternehmen – in Klammer jeweils Umsatz, Land und Rang in der Global-500-Liste: Sinopec Group (407 Mrd. $ / China / 2); State Grid (383 Mrd. $ / China/ 3); China National Petroleum (379 Mrd. $ / China / 4); Royal Dutch Shell (352 Mrd. $ / China / 5), Saudi Aramco (230 Mrd. $ / Saudi-Arabien / 6), Volkswagen (282 Mrd. $ / Deutschand / 7), BP (283 Mrd. (262 Mrd. $/ GB / 8), Toyota (275 Mrd. $ / Japan / 10) und Exxon Mobil (264 Mrd. $ / US / 11).

5 Wobei es hier nur um den Anteil von Öl-Auto-Luftfahrt geht. Die Energiekonzerne wie State Grid oder Rohstoffkonzerne wie Glencore (für die Elektroautos entscheidend!) sind hier nicht berücksichtigt.

6 Siehe den Global Coal Plant Tracker (https://endcoal.org/global-coal-plant-tracker/). Danach hat China seine Kohle-Kapazitäten durch den Bau neuer Kraftwerke zuletzt wieder erweitert – entgegen dem globalen Trend. Der Kohleverbrauch des Landes ist seit 1965 um mehr als das Sechzehnfache angestiegen. Er liegt 2019 bei 81,7 Exajoule. Zum Vergleich: Der Kohleverbrauch von Deutschland belief sich im Jahr 2019 auf 2,3 Exajoule. Mehr als die Hälfte des globalen Kohleverbrauchs geht auf das Konto Chinas.

7 „Die Kader der Volksrepublik China sollen vom Fahrrad auf den Golf umsteigen“, in: Ostfriesen-Zeitung vom 23. November 1990.

Zuerst erschienen in Lunapark21 Heft 53