{"id":1009,"date":"2020-07-01T09:17:00","date_gmt":"2020-07-01T07:17:00","guid":{"rendered":"https:\/\/winfriedwolf.de\/?p=1009"},"modified":"2020-07-03T09:19:51","modified_gmt":"2020-07-03T07:19:51","slug":"die-krise-drei-branchen-und-stuttgart21","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/winfriedwolf.de\/?p=1009","title":{"rendered":"Die Krise. Drei Branchen. Und Stuttgart21"},"content":{"rendered":"\n<h2>Rede bei der Montagsdemo gegen Stuttgart 21 vom 29. Juni 2020<\/h2>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/JqC4hO_bBgA\">Hier<\/a> geht es zur Video-Aufzeichnung der Montagsdemo und der Redebeitr\u00e4ge <br><a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/debatte\/483\/ein-oehrchen-nach-china-6840.html\">Hier <\/a>zur Dokumentation der Rede in der Wochenzeitung <strong>&#8222;Kontext<\/strong>&#8222;<\/p>\n\n\n\n<p>Liebe Freundinnen, liebe Freunde,<\/p>\n\n\n\n<p>lasst mich mit zwei Vorbemerkungen\nbeginnen:<\/p>\n\n\n\n<ol><li>Das ist jetzt heute \u2013 nach einem halben Dutzend Zoom-Skype-und-anderen Video-Schalten \u2013 meine erste Rede, die ich, nach der Corona bedingte Zwangspause, wieder \u00f6ffentlich halten kann. Und es ist ein besonders gutes Gef\u00fchl ist, dass ich hier in Stuttgart auf der Montags-Demo reden kann. Ich hoffe, das h\u00e4lt an; und wir k\u00f6nnen unseren Protest auch in Zukunft auf der Stra\u00dfe \u00e4u\u00dfern. Wo n\u00f6tig mit Mundschutz. Aber nie mit Maulkorb. <\/li><li>In den letzten Stunden \u00fcberkletterte die Spendenkampagne, die wir Mitte Januar 2019 f\u00fcr \u201eLENK-IN-STUTTGART\u201c starteten, die 100.000 Euro Marke. Viele waren vor eineinhalb Jahren hoch-skeptisch, ob das klappen w\u00fcrde; nicht zuletzt ich, der ich noch nie eine vergleichbare Geldsammlung betrieb. Hier vor Ort gab es viele, die das aktiv unterst\u00fctzten. Vor allem zwei, die auf dem Platz sind: Doris und Bernd. Ganz herzlichen Dank. Wichtig dabei ist: Es gab inzwischen fast 1000 Leute, die spendeten. Die durchschnittliche H\u00f6he je Spende liegt bei 149 Euro. Es sind also vor allem eher einfache Leute, die \u201eLenk in Stuttgart\u201c wollen. \u201eNur\u201c ein Drittel der Spenden kommt aus Stuttgart und Region. Ein zweites Drittel aus dem \u00fcbrigen Baden-W\u00fcrttemberg. Und ein Drittel aus dem \u00fcbrigen Bundesgebiet: aus K\u00f6ln, M\u00fcnchen, Leipzig, Hamburg, Berlin, Rostock oder auch den beiden Frankfurt:  an der Oder und am Main. Das zeigt, wie unser Widerstand gegen das Monsterprojekt weiterhin breite Unterst\u00fctzung findet. Es fehlen noch knapp 10.000 Euro bis zum 110.000-Euro-Ziel. Und das sollte bis Ende des Sommers zu schaffen sein.  <\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Und dann  &#8211; \u2026 ja dann spricht sehr\nviel daf\u00fcr, dass diese wunderbare 10-Meter-hohe Skulptur, die Peter\nLenk in Bodman am Bodensee in nunmehr zweij\u00e4hriger Arbeit geschaffen\nhat, dass dieser \u201eSchw\u00e4bische Laokoon\u201c hier in der\nLandeshauptstadt einen w\u00fcrdigen Platz erh\u00e4lt \u2013 und dann mitten in\nStuttgart von der Absurdit\u00e4t und Monstrosit\u00e4t des Projekts selbst\nZeugnis ablegt und die Ausdauer und die Kreativit\u00e4t unseres\nWiderstands gegen Stuttgart 21 dokumentiert.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>[Anrede]<\/p>\n\n\n\n<p> Derzeit tritt die Epidemie in Europa\nin den Hintergrund \u2013 auch wenn sie anderswo, so besonders in den\nUSA und Brasilien, so stark wie nie zuvor w\u00fctet. Mit Stand von\ngestern Nacht sind es weltweit 500.321 Menschen, die an und mit dem\nCorona-Virus starben.[1]  \n<\/p>\n\n\n\n<p>In den Vordergrund r\u00fcckt aktuell die\nWirtschaftskrise. Und mit ihr die ersten gro\u00dfen Pleiten mit\nMassenentlassungen. So bei Condor. Bei Airbus. Und bei Galeria\nKarstadt-Kaufhof, wo allein 6000 Jobs wegfallen. In Stuttgart Bad\nCannstatt, in Mannheim, in G\u00f6ppingen, in Leonberg und in Singen\nwerden f\u00fcnf Kaufh\u00e4user schlie\u00dfen. Wir auf diesem Platz sind\nsolidarisch mit den Betroffenen. Und wir verlangen vom Land und den\nbetroffenen Kommunen, aktiv zu werden und alles zu tun, die\nKaufh\u00e4user offen zu halten und die Arbeitspl\u00e4tze zu erhalten. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Seit wenigen Tagen gibt es mit der\nPleite des DAX-Konzerns Wirecard die Konkretisierung der\nFinanz-Crash-Gefahr. Als am 30. Juli 2007 die IKB-Bank zusammenbrach,\nkannte kaum jemand diesen Namen. Und keiner dachte, das k\u00f6nnte der\nAnfang einer Finanzkrise sein. Aber auch ohne Finanzcrash werden wir\nnoch in diesem Sommer die Marke von drei Millionen Erwerbslosen\n\u00fcberschreiten. Ein Blick in die USA, wo in drei Monaten 48 Millionen\nMenschen ihren Job verloren, zeigt, was alles auf uns zukommt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wobei die Epidemie keineswegs\nausgestanden ist; eine zweite Welle kann entstehen. Aktuelle Hotspots\nwie die in G\u00f6ttingen und G\u00fctersloh zeigen, wie schnell das gehen\nkann. Die \u00fcbervollen Ostsee-Str\u00e4nde am vergangenen Wochenende sind\nAusdruck von Verantwortungslosigkeit. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn die\nFridays-for-Future-Bewegung von der Corona-Epidemie etwas an den Rand\ngedr\u00e4ngt wurden, muss allen klar sein: Das Thema bleibt auf der\nTagesordnung. Es gibt weiter die dramatische Klimaerw\u00e4rmung. Siehe\nder tauende Permafrost in Norilsk in Sibirien, durch den gewaltige\nBeton-Tanks mit Diesel absinken und leck schlagen. Die Klimakrise \u2013\nauch aufgeheizt durch ein Projekt wie Stuttgart 21 \u2013 kann zu einem\nweit umfassenderen Lockdown f\u00fchren, als das Corona-Virus einen\nsolchen erzwang. \n<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Regierenden ist bereits jetzt\nklar: Die gigantischen Hilfsprogramme, die bislang den Kollaps\nverhinderten, sollen am Ende von der Mehrheit der Bev\u00f6lkerung\nfinanziert werden: Mit Sparprogrammen. Mit neuen Klinik-Schlie\u00dfungen\n(gerade wurde die Schlie\u00dfung von drei weiteren Krankenh\u00e4usern in\nSachsen angek\u00fcndigt). Mit Rentenk\u00fcrzungen. Mit h\u00f6heren Renten- und\nSozialversicherungsbeitr\u00e4gen. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Allgemein ist f\u00fcr uns ja klar: \u201eWir\nzahlen nicht f\u00fcr eure Krise!\u201c Doch welche konkreten Antworten\ngeben wir in dieser Krise? Genauer: Wie beantworten wir die falschen\nAntworten, die die Herrschenden bislang geben?<\/p>\n\n\n\n<p>Drei Branchen k\u00f6nnen hier Aufschluss\ngeben. Die Fleischbranche. Die Luftfahrt. Und die Autoindustrie. Alle\ndrei tragen zur Epidemie bei. Alle drei tragen zur Klimaerw\u00e4rmung\nbei. Alle drei stehen im Zentrum der Wirtschaftskrise. Und alle haben\nmit Stuttgart zu tun. Zwei auch mit Stuttgart 21.<\/p>\n\n\n\n<p>Fleischwirtschaft. Vor Corona wusste\nkaum jemand, dass dieser Sektor ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist.\nMit 120.000 Besch\u00e4ftigten und 45 Milliarden Euro Umsatz. Mit einer\nenormen Kapitalkonzentration. 1993 gab es noch 350\nSchweine-Schlachtereien. Heute sind es noch 120. Mit einem\nWeltmarktanteil der deutschen Schweine-Exporte von neun Prozent. Mit\neiner stark wachsenden Exportquote. Exportiert wird \u00fcbrigens auch\ndorthin, wo die Arbeitskr\u00e4fte herkommen \u2013 nach Rum\u00e4nien und\nBulgarien. Und nicht zuletzt wird nach China exportiert. Auch, so der\nSchlachtbranche-Chef Clemens T\u00f6nnies \u2013 ich zitiere: \u201eF\u00fc\u00dfchen,\n\u00d6hrchen, Schn\u00e4uzchen\u201c, alles was in Europa eher als unappetitlich\ngilt.<\/p>\n\n\n\n<p>Und obgleich die Lohnkosten in der\nBranche weniger als 8 Prozent ausmachen, herrscht in den\nSchlachtereien ein extremes Ausbeutungssystem, von dem  vor allem\nosteurop\u00e4ischen Werkvertragsarbeiter betroffen sind. Der katholische\nPriester Peter Kossen k\u00fcmmert sich seit Jahren um die\nWerkvertragler. Er spricht von \u201esklavenartigen Zust\u00e4nden\u201c, von\n\u201eMenschenhandel\u201c und von \u201eWegwerfmenschen\u201c, die das\nSchweinesystem der T\u00f6nnies &amp; Co. charakterisieren w\u00fcrden.[2]<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schlachth\u00f6fe tragen massiv zur\nAusweitung der Corona-Infektionen bei. Bis zu einem Viertel der\nSchlachterei-Besch\u00e4ftigten erwiesen sich bei den Tests als\nCorona-infiziert. Der weltweit wachsende Fleischkonsum, den die\nBranche vorantreibt, ist mitverantwortlich f\u00fcr die Klimaerw\u00e4rmung.\nSeit 1960 gab es eine Verzehnfachung des Anbaus von Soja f\u00fcr\nTierfutter. Wobei ist  Regenwaldzerst\u00f6rung in gro\u00dfem Umfang\nverbunden. Massentierhaltung ist ein Ausgangspunkt von Zoonose \u2013\nViren, die in der Tierwelt, oft im Bereich der Wildtiere, existieren,\nund die dort keine Krankheiten verursachen, springen von\nWildtierm\u00e4rkten und Massentierhaltung auf Menschen \u00fcber, wo sie\nsich zur Epidemie entwickeln. Was in den Medien aktuell nicht oder\nnur am Rande  gemeldet wurde, ist das Folgende, Hochspannende: In den\nletzten sechs Wochen mussten 400.000 Nerze in Nerzfarmen in den\nNiederlanden und in D\u00e4nemark get\u00f6tet werden. Es wurde festgestellt,\ndass viele Nerze Corona-Viren entwickelt hatten, mit denen sich die\nMenschen, die dort arbeiten, angesteckt haben \u2013 und \u00fcbrigens auch\nKatzen, die in den Nerzfarmen herumstreunten und die sich als\nCorona-Tr\u00e4gerinnen sich entpuppten. Das sind gef\u00e4hrliche neue\nEntwicklungen.  \n<\/p>\n\n\n\n<p>Und was passiert jetzt in der Krise?\nDie Fleischwirtschaft wurde als \u201esystemrelevant\u201c eingestuft. Ihre\nExpansion setzt sich fort, auch wenn es ab Januar 2021 einiges an\nKosmetik und einige Ver\u00e4nderungen bei den\nBesch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnissen geben mag. Derzeit kosten 100 Gramm\nSchweineschnitzel bei Aldi weniger als 60 Cent. Wenn es die von der\nAgrarministerin Kl\u00f6ckner vorgestern angek\u00fcndigte \u201eTierwohl\u201c-Abgabe\ngibt, dann sind es vielleicht 90 Cent. Das ist und bleibt ein\nSkandal. Zumal das ja vor allem eine end-of-the-pipe-Abgabe ist. Und\nnicht dort ansetzt, wo es entscheidend w\u00e4re: In der Tierhaltung, bei\nden T\u00f6nnies-Gewinnen, beim 2,3 Milliarden-Euro-Verm\u00f6gen des Clemens\nT\u00f6nnies. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei bietet die Krise die Chance f\u00fcr\neine umfassende Politikwende: F\u00fcr eine Kampagne zur Reduktion des\nFleischkonsums, zur F\u00f6rderung von vegetarischer und veganer\nErn\u00e4hrung, zur Ausweitung der Biolandwirtschaft, zur F\u00f6rderung\nregionaler Agrarwirtschaft mit der Schaffung Zehntausender\nnachhaltiger Arbeitspl\u00e4tze.<\/p>\n\n\n\n<p>Man glaubt es kaum. Doch f\u00fcr den\nobersten Schweinepriester gilt: Bei jeder Schweinerei \u2013 ist Clemens\nT\u00f6nnies mit dabei. Also auch bei Stuttgart 21. Dieser Milliard\u00e4r,\nder 30 Prozent aller Schweineschlachtungen in Deutschland\nkontrolliert, ist mit 33 Prozent an der \u201eme and all Hotels GmbH\u201c\nbeteiligt. Diese 2015 gegr\u00fcndete Hotelgruppe baut im Bonatz-Bau ein\nneues Vier-Sterne-Hotel \u2013 weswegen seit 2019 der Bahnhof entkernt\nwird. Weswegen f\u00fcr mindestens zwei Jahre dort alle\nService-Einrichtungen geschlossen wurden. Der Architekt des Ganzen\nhei\u00dft \u2013 bingo &amp; richtig: Christoph Ingenhoven!<\/p>\n\n\n\n<p>Eine andere Personalie: Horst Mutsch.\nDieser Herr ist Top-Manager bei der Station &amp; Service AG, eine\nTochter des Bahnkonzerns, sagte dazu: \u201eEin Hotel ist doch die\noptimale Nutzung f\u00fcr den historischen Bonatzbau.\u201c[3] \n<\/p>\n\n\n\n<p>Ist das nicht ehrlich? Ein\nDeutsche-Bahn-Mann sagt, ein Deutsche-Bahn-Bahnhof w\u00fcrde doch besser\nnicht mit Bahn-Aktivit\u00e4ten, sondern am Besten mit bahnfremdem\nInvestment genutzt. Oder auch, O-Ton \u201eme and all hotels-GmbH\u201c:\n\u201eWir wollen mit unserem Lokale-Gr\u00f6\u00dfen-Konzept DJs und K\u00fcnstler\nin das Hotel einbinden [\u2026] und dort after-work-partys, Lesungen und\nWohnzimmerkonzerte stattfinden\u201c lassen.\u201c[4]<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcbrigens: 2009 gab es in Stuttgart\n15.000 Hotelbetten. 2018 waren es 21.000. Aktuell sind es rund\n22.500. Das ist ein 50-Prozent-Plus im Zehn-Jahres-Vergleich.[5] \n<\/p>\n\n\n\n<p>Wobei die Auslastung der Hotel-Betten\n2018 noch 50 Prozent betrug. Aktuell liegt sie bei 20 Prozent. Diese\nArt Aufbau von Hotel-\u00dcberkapazit\u00e4ten k\u00f6nnte echt ins Auge gehen.\nImmerhin waren bislang fast alle Wirtschaftskrisen mit dem Platzen\nvon Immobilien-Blasen verbunden.<\/p>\n\n\n\n<h3>Luftfahrt \n<\/h3>\n\n\n\n<p>In dieser Branche sind \u2013 \neinschlie\u00dflich von Flugh\u00e4fen, Airlines und dem Flugzeugbau von\nAirbus \u2013 rund 330.000 Menschen besch\u00e4ftigt. Der Umsatz liegt bei\n40 Milliarden Euro \u2013 nicht wesentlich h\u00f6her als derjenige in der\nFleischbranche. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Der Flugverkehr trug erheblich zur\nEpidemie bei. Das Virus wurde in Flugzeugen und vor allem von\nGesch\u00e4ftsleuten aus China in alle Teile der Welt exportiert. Selbst\nder gewaltige  Corona-Ausbruch im \u00f6sterreichischen Ischgl, wo die\nLifts bis Saison-Ende laufen mussten, ist nach bisherigen\nErkenntnissen auf eine Gruppe von eher reiche Menschen\nzur\u00fcckzuf\u00fchren, die Ende Dezember aus der chinesischen Provinz\nHubei in China kommend in Ischgl Station machte. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Der Flugverkehr tr\u00e4gt massiv zur\nKlimakrise bei. Vor allem verursachen die CO-2-Emissionen des\nFlugverkehrs, die in gro\u00dfer H\u00f6he emittiert werden, je Einheit\ndeutlich gr\u00f6\u00dfere Klimasch\u00e4den als die Kohledioxid-Emissionen des\nAutoverkehrs.<\/p>\n\n\n\n<p>Aktuell steckt die Luftfahrt-Branche in\neiner tiefen Krise. Derzeit verbrennt allein der Konzern Lufthansa\npro Stunde 1 Million Euro. Die Fluggastzahlen sind um mehr als 80\nProzent eingebrochen. Airbus will 15.000 Arbeitspl\u00e4tze abbauen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch hier bietet die Krise die Chance\nzum Umsteuern. Doch was machen die Regierenden? Die Lufthansa wird\nals \u201esystemrelevant\u201c eingestuft. 9 Milliarden Euro Steuergelder\nwerden f\u00fcr den Lufthansa-Staatseinstieg bezahlt \u2013 ohne jegliche\nMitbestimmungsrechte. \n<\/p>\n\n\n\n<p>N\u00f6tig w\u00e4re eine v\u00f6llig andere\nPolitik: Downsizing des Flugverkehrs. Renaturierung von Airports.\nSiehe der \u00fcberw\u00e4ltigende Erfolg der Schlie\u00dfung und Rekultivierung\ndes Berliner Flughafens Tempelhof, der ein echter Magnet f\u00fcr die\nlokale Bev\u00f6lkerung wurde. Sinnvoll w\u00e4re zu pr\u00fcfen, wie\nStewardessen und Piloten in den \u00fcbrigen \u00f6ffentlichen Verkehr\n\u00fcbernommen werden k\u00f6nnen. Allein im Bereich Schiene fehlen 3000\nZugbegleiter und 1500 Lokf\u00fchrer. Wobei viele Stewardessen nicht\nwesentlich mehr als Zugbegleiter verdienen. Und das Problem der\nh\u00f6heren Geh\u00e4lter der Piloten l\u00e4sst sich dadurch l\u00f6sen, dass die\nLokf\u00fchrer-Einkommen deutlich angehoben werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Stutttgart21-Bezug liegt auf der\nHand: Zun\u00e4chst einmal d\u00fcrfte sich die Luftfahrt-Krise im Fall des\neher kleinen Stuttgarter Flughafen in einer existenziellen\nAirport-Krise niederschlagen. Der Echterdinger Airport ist\ngrunds\u00e4tzlich defizit\u00e4r. Er wird jetzt ein fettes Defizit\nproduzieren, das die Eigent\u00fcmer \u2013 Land, Stadt und Region \u2013 , im\nKlartext: die Steuerzahlenden, ausgleichen m\u00fcssen. Sodann spitzt\nsich aktuell die Krise mit S21 auf den Fildern neu zu. Dort wird eine\nneue F\u00fchrung der G\u00e4ubahn diskutiert &#8211; mit einem neuen Tunnel, mit\nneuem zeitaufwendigen Planungsverfahren, wobei das nat\u00fcrlich neue\nMilliarden Euro kosten soll. Oder auch, wie es das Aktionsb\u00fcndnis\ngegen Stuttgart 21 schreibt: Hier wird \u201eWahnsinn mit Wahnsinn\nbek\u00e4mpft\u201c.[6]<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei ist die L\u00f6sung doch ganz\neinfach: Die G\u00e4ubahn muss auf der alten Strecke, auf dieser\nwundersch\u00f6nen Panorama-Bahn bleiben. Und der Flughafen braucht gar\nkeinen Anschluss an den ICE-Verkehr. Wenn es schon schnellen\nSchienenfernverkehr gibt, dann muss dieser die Stadtzentren direkt\nverbinden. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Jeder Halt vor den Toren der Stadt \u2013\nauf dem Acker vor Frankfurt oder auf den Fildern \u00fcber Stuttgart \u2013\ndeklassiert den ICE-Verkehr zum Zubringer zum Flugzeug. Dabei hie\u00df\nes immer, der ICE werde Flugverkehr in gro\u00dfem Ma\u00dfstab ersetzen.  \n<\/p>\n\n\n\n<h3>Autoindustrie<\/h3>\n\n\n\n<p>Bleibt als letztes diese Branche &#8211; ein\nechtes Dickschiff: Mit 450 Milliarden Euro Umsatz. Mit inzwischen\nkaum vorstellbaren 63 Prozent Exportquote. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Hier gab es Anfang 2020 noch 820.000\nBesch\u00e4ftigte. Ende dieses Jahres werden es rund 75.000 Arbeitspl\u00e4tze\nweniger sein. Es drohen gro\u00dfe Pleiten. Das trifft zu auf Opel. Und\nauf den Autozulieferer Leoni. Es wird Werkschlie\u00dfungen und\nMassenentlassungen geben \u2013 auch in der Region Stuttgart. \n<\/p>\n\n\n\n<p>2020 wird der Autoabsatz um 30 Prozent\nabsacken. Einen solchen Einbruch gab es seit Weltkriegs-Ende noch\nnie. Wenn die ehemalige Glitzermetropole Detroit binnen dreier\nJahrzehnte zur Armuts- und Geisterstadt wurde, dann kann\nVergleichbares auch Wolfsburg, Ingolstadt, Heilbronn-Neckarsulm und\nStuttgart drohen. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Die Autobranche ist f\u00fcr die Epidemie\nmitverantwortlich. Eine hohe Feinstaubbelastung \u2013 wie hier in\nStuttgart oder auch in Norditalien mit Schwerpunkt Bergamo \u2013\nerleichtert das Eindringen des Corona-Virus in die Tiefe der Lunge.\nDie Branche ist sodann mitverantwortlich f\u00fcr die Klimaerw\u00e4rmung.\nDas gilt auch dann, wenn es zu der teilweisen Umstellung auf\nElektroautos kommt.<\/p>\n\n\n\n<p>Und was machen die Regierenden in der\nKrise? Es gibt neue Steuermilliarden f\u00fcr die Autokonzerne. Es gibt\nneue Versuche der deutschen Autolobby, in Br\u00fcssel die\nSchadstoff-Grenzwerte erneut anzuheben. Es werden neue Gelder in die \nLades\u00e4ulen-Struktur investiert, wo dann die Betuchten ihre teuren\nElektro-Pkw mit Billig-Strom betanken. Die Pr\u00e4mien f\u00fcr\nElektro-Autos wurden nochmals erh\u00f6ht. Und diese Pr\u00e4mien \u2013 die im\nOrwell-Sprech als \u201eUmwelt-Bonus\u201c bezeichnet werden \u2013 gibt es\nauch f\u00fcr die Plug-in-Hybride. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Womit wir beim Stuttgart-Bezug w\u00e4ren.\nDaimler setzt massiv auf diese Pkw-Modelle. Der Konzern spricht\ndavon, Plug-in-Hybride seien eine \u201ewichtige Br\u00fcckentechnologie\u201c.\n<\/p>\n\n\n\n<p>Daimler will  in den n\u00e4chsten f\u00fcnf\nJahren die Jahresproduktion der Mercedes-Benz-Plug-in-Hybrid-Modelle\nvon aktuell 100.000 auf 300.000 mehr als verdreifachen.[7] \n<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei schreibt die \u201eWirtschaftswoche\u201c\nin einer ausf\u00fchrlichen Reportage \u00fcber die \u201eHybrid-L\u00fcge\u201c \u2013\nich zitiere: \u201eIn der Praxis vereinen Plug-in-Hybride [\u2026] das\nSchlechteste aus beiden Welten\u201c, der des Elektroautos und der der\nVerbrenner-Pkw.[8] Das Blatt dokumentiert, basierend auf\nausf\u00fchrlichen Studien, dass die tats\u00e4chlichen CO-2-Emissionen\ndieser Pkw \u201eum bis zu 300 Prozent \u00fcber den Werten\u201c liegen, die\ndie Hersteller als Flottenverbrauch nennen. Sie liegen dann faktisch\nauch bei mehr als dem Doppelten der EU-Grenzwerte. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Auch hier b\u00f6te die Krise die Chance\nf\u00fcr die Verkehrswende. F\u00fcr ernsthafte Schritte zur Konversion \u2013\nzur Umwandlung \u2013 von Autoproduktionsanlagen in Anlagen zur\nFertigung von Loks, Waggons und Bussen. F\u00fcr eine \u00dcbernahme von\nAutobesch\u00e4ftigten, deren Jobs gerade jetzt \u2013 auch bei Daimler und\nauch bei Porsche und auch bei Audi in Heilbronn und Neckarsulm \u2013\ngef\u00e4hrdet sind &#8211;  in einen auszubauenden \u00f6ffentlichen\nVerkehrssektor. Mit einem massiven Ausbau der Radwege. Endlich mit\nder Umsetzung von Tempolimits \u2013 120 auf Autobahnen, maximal 80 auf\nden \u00fcbrigen \u2013 Fernstra\u00dfen und maximal 30 im gesamten\nStadtverkehr. Also: Entschleunigung und Gewinnung von Lebensqualit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>[Anrede]<\/p>\n\n\n\n<h3>Lasst uns eine Bilanz ziehen: \n<\/h3>\n\n\n\n<p>Bereits ein Blick auf diese drei\nBranchen zeigt: Die Krise bietet Chancen f\u00fcr die Politikwende. Doch\ndie Regierenden erkl\u00e4ren Sektoren f\u00fcr \u201esystemrelevant\u201c, die die\nSysteme Klima, Umwelt  und Gesundheit zerst\u00f6ren. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Hinzu kommen nat\u00fcrlich Branchen, die\nnochmals deutlicher zerst\u00f6rerisch sind \u2013 wie die\nR\u00fcstungsindustrie, die ja auch als \u201esystemrelevant\u201c eingestuft\nwurde. So gab es mitten in der Corona-Krise nur eine einzige\nangek\u00fcndigte Gro\u00dfinvestition: Die Verteidigungsministerin teilte\nmit, man werde f\u00fcr mehrere Milliarden US-dollar F12-Kampfflugzeuge\nin den USA bestellen. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Zu all dem hinzu kommen dann \u201eil\ngrande opere inutile\u201c \u2013 diese gro\u00dfen unn\u00fctzen und\nzerst\u00f6rerischen Projekte. Gerade wurde uns gemeldet, dass unsere\nFreundinnen und Freunde im Val di Susa den Kampf gegen das absurde\nGro\u00dfprojekt der Hochgeschwindigkeitsstrecke Lyyon \u2013 Turin mit\neinem 50-km-Tunnel-bau neu intensivieren. Wobei bei diesen\nGro\u00dfprojekten ganz oben auf der Liste steht: Stuttgart 21, wo ja\nauch die gesamte Corona-Krise hindurch weitergebaut werden musste. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Wo ja die neuen krassen Enth\u00fcllungen\nin Sachen Filder-Anschluss oder in Sachen Bebauungsbeginn\nRosensteinpark ab dem Jahr 2035 inzwischen von den Gr\u00fcn- und\nChristlich- Regierenden geradezu stoisch hingenommen werden. Auen zu\n\u2013 und noch tiefer hinein in das Tunnel-Labyrinth. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Vorgestern charakterisierte Klaus\nGebhard treffend die Situation: \n<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWenn die verrannten und verbohrten\nS21-Tunnelfetischisten gleich welcher Couleur weiterhin auf nichts\nanderes als neue CO2-intensivste Tunnell\u00f6sungen setzen, dann werden\nam Ende der gesch\u00e4tzt 15-20 Jahre Planungs- und Bauzeit gar keine\nFahrg\u00e4ste mehr \u00fcbrig sein, weil sie die \u00fcberhitzte und durch solch\nirre Projekte noch zus\u00e4tzlich aufgeheizte Erdatmosph\u00e4re bis dahin\nweggeweht, weggeschwemmt oder ausgetrocknet haben wird! [\u2026] Wie\nk\u00f6nnen insbesondere Gr\u00fcne die hochbrisante Klimaentwicklung, die\nuns keine 10 Jahre Zeit mehr bis zur totalen und unumkehrbaren\nUnbeherrschbarkeit mehr l\u00e4sst, derart gravierende Erkenntnisse der\nKlimawissenschaften so vollst\u00e4ndig ausblenden?\u201c Zitat-Ende von\nParksch\u00fctzer Gebhard] [9]<\/p>\n\n\n\n<p>Die Regierenden steuern diese Branchen\nund die gesamte Wirtschaft in eine Richtung, die die zerst\u00f6rerischen\nPotenzen steigern. Damit wird auch eine zweite Welle der Epidemie\nbeg\u00fcnstigt. Damit wird die Klimakrise neu angeheizt. Damit werden\nDutzende Steuermilliarden verbrannt. Indem Arbeitspl\u00e4tze ohne\nNachhaltigkeit erhalten werden, werden letzten Endes Hunderttausende\nJobs gef\u00e4hrdet. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Und zwar genau in diesen Bereichen:<\/p>\n\n\n\n<ul><li><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>all das wird durch die Epidemie, mit\nder Wirtschaftskrise und als Ergebnis der Klimaaufheizung elementar\nin Frage gestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nur eine Politikwende um 180 Grad macht\nSinn. Diese kann nur mit einem breiten B\u00fcndnis von unten, bestehend\naus Gewerkschaftsmitgliedern, Umweltverb\u00e4nden und Klimaaktiven,\ndurchgesetzt werden. Wir auf diesem Platz und wir mit dieser Ausdauer\nund Kreativit\u00e4t sind Teil dieses B\u00fcndnisses.  \n<\/p>\n\n\n\n<p>Das \u201eWir zahlen nicht f\u00fcr eure\nKrise\u201c muss mit Inhalten gef\u00fcllt und mit einer Kampagne\nvorangetrieben werden. Ein zentraler Bestandteil in einem solchen\nForderungskatalog lautet: \n<\/p>\n\n\n\n<p>Stoppt Stuttgart 21. Setzt auf Umstieg\n21, nunmehr neu konkretisiert mit der City-G\u00fcter-Logistik.<\/p>\n\n\n\n<p>Lasst uns alle gesund und \n<\/p>\n\n\n\n<p>\u2026 oben bleiben!<\/p>\n\n\n\n<h4>Anmerkungen:<\/h4>\n\n\n\n<p>[1] Angaben der Johns Hopkins\nUniversity. Die Debatten dar\u00fcber, wer \u201ean\u201c oder \u201emit dem\nVirus\u201c gestorben ist, sind spitzfindig. Die Dunkelziffern der\nCorona-Toten, vor allem in den Peripheriel\u00e4ndern, ist gewaltig.\nSeri\u00f6se Beobachter in Brasilien z.B. gehen davon aus, dass man die\naktuelle Zahl von 57.622 Corona-Toten mit 4 bis 6 multiplizieren\nm\u00fcsse, um in die N\u00e4he der tats\u00e4chlichen Zahl der Corona-Toten zu\ngelangen. \n<\/p>\n\n\n\n<p>[2] U.a. nach Weser-Kurier vom 19. Juni\n2020. Vergleichbares sagt Peter Kossen jedoch seit mehr als acht\nJahren. Siehe u.a. Publik (verdi) 7\/2013. Das hei\u00dft: Der Skandal ist\nseit langer Zeit bekannt. Das  hat nur wenige ber\u00fchrt \u2013 schon gar\nnicht die verschiedenen NRW-Landesregierungen. Erst durch Corona\ngelangte das Thema in die Massenmedien. \n<\/p>\n\n\n\n<p>[3] Nach: Stuttgarter Zeitung vom 6.\nJuni 2017.<\/p>\n\n\n\n<p>[4] Ebenda.<\/p>\n\n\n\n<p>[5] Esslinger Zeitung vom 9. Februar\n2020.<\/p>\n\n\n\n<p>[6] Presseerkl\u00e4rung Aktionsb\u00fcndnis\ngegen S21 vom 26. Juni 2020.<\/p>\n\n\n\n<p>[7] Es geht aktuell um die f\u00fcnf\nPlug-in-Hybrid-Modelle Mercedes Benz S560e, MB E300 de Limousine, MB\n300 de T-Modell, A250e und A250e Limousine. Der zuletzt genannte,\npreiswerteste Plug-in-Hybrid hat einen Einstiegspreis von 34.623\nEuro, bei dem zuerst genannten Modell beginnt der Grundpreis bei\n91.000 Euro. Wobei mehr als 80 Prozent dieser Pkw als Gesch\u00e4ftswagen\nverkauft, also steuerlich zus\u00e4tzlich beg\u00fcnstigt werden. (Angaben\nnach: Website Daimler Group; Stand: 27. Juni 2020).<\/p>\n\n\n\n<p>[8] Wirtschaftswoche vom 30. April 2020\n(19\/2020).<\/p>\n\n\n\n<p>[9] Rundmail vom 27. Juni 2020 von\nKlaus Gebhard, Parksch\u00fctzer, aktiv im Widerstand gegen Stuttgart 21.<\/p>\n\n\n\n<p>Winfried Wolf ist Chefredakteur von\nLunapark21 \u2013 Zeitschrift zur Kritik der globalen \u00d6konomie. Von\ndieser Publikation erschien soeben die Jubil\u00e4umsausgabe Heft 50. \nSoeben erschien, getragen von einem breiten B\u00fcndnis,  Nr. 2 von\nFaktenCheck:CORONA-FCC. Verantwortlicher Redakteur: Winfried Wolf.\nVon Carl Wa\u00dfmuth und Winfried Wolf erschien im Juni 2020 das Buch\n\u201eVerkehrswende. Ein Manifest\u201c (PapyRossa, 200 Seiten).\nSchlie\u00dflich erscheint Ende Juli 2020  von Verena Kreilinger,\nWinfried Wolf und Christian Zeller das Buch \u201eCorona. Kapital.\nKrise. Die Solidarit\u00e4t in den Zeiten der Pandemie\u201c (PapyRossa, 300\nSeiten).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rede bei der Montagsdemo gegen Stuttgart 21 vom 29. Juni 2020 Hier geht es zur Video-Aufzeichnung der Montagsdemo und der Redebeitr\u00e4ge Hier zur Dokumentation der Rede in der Wochenzeitung &#8222;Kontext&#8222; Liebe Freundinnen, liebe Freunde, lasst mich mit zwei Vorbemerkungen beginnen: Das ist jetzt heute \u2013 nach einem halben Dutzend Zoom-Skype-und-anderen &hellip; <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1,10],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/winfriedwolf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1009"}],"collection":[{"href":"https:\/\/winfriedwolf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/winfriedwolf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/winfriedwolf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/winfriedwolf.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1009"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/winfriedwolf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1009\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1030,"href":"https:\/\/winfriedwolf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1009\/revisions\/1030"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/winfriedwolf.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1009"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/winfriedwolf.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1009"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/winfriedwolf.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1009"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}