{"id":1269,"date":"2020-12-14T16:50:34","date_gmt":"2020-12-14T15:50:34","guid":{"rendered":"https:\/\/winfriedwolf.de\/?p=1269"},"modified":"2020-12-26T11:07:11","modified_gmt":"2020-12-26T10:07:11","slug":"blog-11-champagner-politik-fuer-alle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/winfriedwolf.de\/?p=1269","title":{"rendered":"blog 13: Champagner-Politik f\u00fcr alle!"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2><strong>Wie Reichtum und Macht\nin der Corona-Krise vermehrt werden<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Es gibt das Paradoxon,\ndass in der aktuellen Krise das Wachstum f\u00e4llt, jedoch die\nAktienkurse und die Immobilienpreise weiter steigen. Ja, der Reichtum\nder Reichen wird massiv gesteigert \u2013 und dabei vor allem derjenige\nder IT-Branche, die als Ganzes Krisenprofiteur ist. Im aktuellen blog\ngeht der Verfasser auf diese Widerspr\u00fcche und die Ans\u00e4tze einer\n\u201eWeltregierung\u201c der Superreichen ein, die von Nachhaltigkeit\nschwafelt und dabei doch nur die organisierte Profitmaximierung\nbetreibt. Weiterlesen HIER.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Wir stecken am Jahreswechsel 2020\/2021 immer noch inmitten der schwersten sozialen, gesundheitspolitischen und wirtschaftlichen Krise seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Das Welt-Bruttoinlandsprodukt sank 2020 um mehr als f\u00fcnf Prozent. In wichtigen Industriel\u00e4ndern wie Frankreich, Italien und Spanien liegt der Einbruch des BIP sogar bei zehn und mehr Prozent. H\u00e4tte es in China nicht ein bescheidenes Wirtschaftswachstum in H\u00f6he von anderthalb Prozent \u2013 und damit ein erneutes Abst\u00fctzen der westlichen \u00d6konomien durch fortgesetzten Export in die VR China \u2013 gegeben, w\u00e4re der Absturz noch dramatischer ausgefallen. Seit dem Fr\u00fchsommer boom der deutsche Export nach China wieder.<\/p>\n\n\n\n<p>Vergleichbare Einbr\u00fcche\n\u2013 oder, im Fall der VR China: einen vergleichbaren R\u00fcckgang der\nBIP-Wachstumsrate \u2013 gab es auch in der Weltwirtschaftskrise\n2007-2009 nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch diese Krise ist\nbislang und im Gegensatz zur vorausgegangenen vor zw\u00f6lf Jahren von\n<em>zwei Besonderheiten<\/em>\ngekennzeichnet: erstens einem Verharren der Aktienkurse auf hohem\nNiveau, verbunden mit einem weiteren Anstieg der Immobilienpreise.\nUnd zweitens einem nochmals beschleunigten Reicher-Werden der Reichen\nund Verm\u00f6genden.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Finanzwelt<\/em>:\nZu Beginn der neuen Krise reagierten die B\u00f6rsen klassisch: Die Kurse\nrauschten im Februar und M\u00e4rz 2020 nach unten: Es gab Einbr\u00fcche von\n30 und mehr  Prozent. Doch danach begann an allen M\u00e4rkten ein fast\nungebrochener Anstieg. In Europa  liegen die Aktienindices im\nDezember weitgehend  auf dem Niveau der H\u00f6chstst\u00e4nde vom Ende 2019.\nAn der Wallstreet kletterte der Dow Jones im Dezember sogar auf ein\nAllzeithoch von mehr als 30.000 Punkten. Er lag damit um gut sieben\nProzent \u00fcber dem H\u00f6chststand von Dezember 2019. Auch der\nImmobilienboom h\u00e4lt weiter an. Hier war 2020 sogar keinerlei\nEinbruch festzustellen. 2019 kostete ein Einfamilienhaus in den USA\nim Durchschnitt 279.000 Dollar, im Oktober 2020 waren es bereits\n310.600 Dollar. In Deutschland stiegen die Immobilienpreise im\nCorona-Jahr 2020 erneut deutlich an; in den St\u00e4dten M\u00fcnchen und\nFrankfurt\/M. sogar um  acht Prozent. Als Erkl\u00e4rung f\u00fcr diese\nungew\u00f6hnliche Entwicklung des Finanzsektors nennt Larry Fink, der\nChef von BlackRock, dem m\u00e4chtigsten Verm\u00f6gensverwalter der Welt,\ndas \u201ebeherzte Eingreifen der Zentralbanken und Regierungen\u201c. Die\nSchweizer Bank UBS f\u00fchrt dies auf \u201edie umfangreichen staatlichen\nHilfsma\u00dfnahmen zur\u00fcck, mit denen die Wirtschaft und die privaten\nHaushalte vor den unmittelbaren Folgen der Pandemie [\u2026] gesch\u00fctzt\nund entsprechend entsch\u00e4digt wurden.\u201c[1]<\/p>\n\n\n\n<h3><em><strong>Akkumulation von\nReichtum<\/strong><\/em><\/h3>\n\n\n\n<p>Seit zwei Jahrzehnten\nerleben wir einen Prozess der Akkumulation von individuellem\nReichtum, wie es ihn auf nationaler Ebene, zum Beispiel in den USA,\nvor 100 Jahren gab, wie es einen solchen jedoch auf globaler Ebene\nnoch nie gab.[2]\nDas addierte Verm\u00f6gen der Milliard\u00e4re \u00ad\u2013 derzeit ein Kreis\nvon 2200 Personen \u2013 lag laut Berechnungen der Gro\u00dfbank UBS in den\nJahren 1998 bis 2002 nahe einer Billion. 2007 waren es sieben\nBillionen. In den Folgejahren gab es einen deutlichen Einbruch; erst\n2010\/2011 wurde das 2007er Niveau wieder erreicht. Seither gibt es\nkein Halten: 2017 waren es neun Billionen. Und ausgerechnet im\nCorona-Jahr 2020 stieg dieses Verm\u00f6gen nochmals auf aktuell rund\nzehn Billionen Dollar an. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Die\nVerm\u00f6genssteigerungen bei einzelne Personen wie Jeff Bezos von\nAmazon (189 Milliarden Dollar reich), Bill Gates (Alphabet; 124 Mrd.\nDollar), Elon Musk (Tesla; 103 Mrd. Dollar) und Mark Zuckerberg\n(Facebook; 100 Mrd. Dollar) sind hinreichend bekannt. Das\nReicher-Werden dieser Milliard\u00e4rs-Gruppe \u00fcbersteigt das Wachstum\nder Weltwirtschaft im genannten Zeitraum 2000 bis 2020 um mehr als\ndas F\u00fcnffache. Es steht auch in einem krassen Widerspruch zur\nanhaltenden Armut in gro\u00dfen Teilen der Welt und zu dem wachsenden\nHeer von prek\u00e4r Lebenden in der westlichen Welt. Oxfam bringt das\nwie folgt auf den Nenner: \u201eDie weltweit 2153 Milliard\u00e4re besitzen\ninzwischen so viel wie 60 Prozent der Weltbev\u00f6lkerung.\u201c In seinem\nh\u00f6chst lesenswerten neuen Buch beschreibt Thomas Piketty diesen\nVorgang im Detail.[3]<\/p>\n\n\n\n<p>Es liegt im Bereich der\nSpekulation, ob es 2021 bei dieser fragilen Kluft zwischen einer\nkrisenhaften Realwirtschaft und einem stabilem Finanzsektor bleibt\noder ob es doch zu einem Finanzcrash kommt. Es ist kaum vorstellbar,\ndass das aktuelle Modell der Weltwirtschaft mit diesem unglaublichen\nPampern der gro\u00dfen Unternehmen, Banken und Reichen durch\nStaatsschulden und Steuergelder stabil bleibt. Zumal diese Krise zu\neiner enormen Umstrukturierung der weltweiten Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisse\nf\u00fchren wird, mit einem nochmals schnelleren Aufstieg der\nWirtschaftsmacht China und einem auch unter US-Pr\u00e4sident Biden\nverst\u00e4rkten Handelskrieg \u2013 die massive fortgesetzte Aufr\u00fcstung\ngegen die VR China inbegriffen. \n<\/p>\n\n\n\n<h3><em><strong>BlackRock fordert\n\u201eNachhaltigkeit<\/strong><\/em><\/h3>\n\n\n\n<p>Der gewaltige\nindividuelle Reichtum dient nat\u00fcrlich nicht prim\u00e4r dem privaten\nLuxus dieser Personengruppe. Mit ihm werden insbesondere die\nKapitalsammelstellen gespeist, die damit ihre Macht in der\nRealwirtschaft \u2013 das Hineinwirken in Konzerne und Banken \u2013\nausbauen. Es entwickelt sich eine informelle Weltregierung dieser\nGeldverwalter mit Elementen einer wirtschaftlichen Kommandozentrale.\nLarry Fink, der bereits zitierte Kopf von BlackRock \u2013 die Gruppe\nkontrolliert ein ihr anvertrautes Kapital in H\u00f6he von mehr als\nsieben Billionen Dollar; sie ist an 17.000 Unternehmen, darunter an\nallen 30 DAX-Konzernen, beteiligt \u2013 versendet seit 2012 in jedem\nJahr eine Art \u201eDringliche Empfehlung\u201c an Tausende Bosse von\nKonzernen und Banken. Der aktuelle Fink-Brief vom Januar 2020 liest\nsich wie eine Wirtschafts-Enzyklika. Sie ist \u201eden Klimarisiken\u201c\ngewidmet und bezieht sich auch positiv auf den Papst und dessen\n\u201eForderung nach einer CO2-Bepreisungsordnung\u201c. Der Brief droht\nkaum verhohlen damit, Unternehmen, auf die BlackRock Einfluss hat,\n\u201ezur Verantwortung\u201c zu ziehen, wenn diese keine nachhaltige\nUnternehmensausrichtung praktizierten. Explizit hei\u00dft es dort, dass\n\u201eWertpapiere von Kohleproduzenten\u201c ein \u201eNachhaltigkeitsrisiko\u201c\ndarstellten; weswegen Investments in solchen Unternehmen abgesto\u00dfen\nwerden w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p>Bingo; es geht also in\ndie richtige Richtung! Wenn das Weltproletariat schon versagt \u2013\noder, wie manche vermuten, abhanden gekommen ist \u2013 dann scheint es\ndoch eine Weltregierung aufgekl\u00e4rter Kapitalkreise zu geben. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Tats\u00e4chlich\nist das nicht der Fall. \u201eDer Weiterbau der A20 wird, wie vom Bund\nvorgesehen, z\u00fcgig umgesetzt\u201c. So steht es im Kieler\nKoalitionsvertrag von 2017. Unterzeichnet vom Gr\u00fcnen-Chef Robert\nHabeck. Der Dannenr\u00f6der Forst wurde in den letzten Wochen mit dem\nSegen des gr\u00fcnen Verkehrsministers gerodet. Die Bepreisung von CO2\ndient der Verschleierung der Fortsetzung einer Wirtschaftsweise, mit\nder die Klimaerw\u00e4rmung beschleunigt wird. Und der Tesla-Chef Elon\nMusk spendete f\u00fcr Trump und bildete 2019 mit Fiat-Chrysler einen\nEmissionspool, um diesem schmutzigsten Autokonzern den fortgesetzten\nBau seiner SUV-Verbrenner-Flotte zu erm\u00f6glichen.[4]<\/p>\n\n\n\n<p>Im \u00dcbrigen betreiben\ndie \u201eKapitalisten des 21. Jahrhunderts\u201c, die Werner R\u00fcgemer so\n\u00fcberzeugend beschreibt, ja keineswegs eine CO2-freie Wirtschaft.\nGanz im Gegenteil. Der ARTE-Film \u201eUmwelts\u00fcnder Elektroauto\u201c, der\nerstmals im November ausgestrahlt wurde, brachte erschreckende Bilder\n\u00fcber die Zerst\u00f6rungen, die mit dem Abbau der Rohstoffe, die f\u00fcr\nElektromobile ben\u00f6tigt werden, stattfindet. Vergleichbares, wenn\nauch \u201enur\u201c schwarz auf wei\u00df\u201c festgehalten, lieferte zwei Jahre\nzuvor eine breit angelegte Studie, die von Misereor und Brot f\u00fcr die\nWelt in Auftrag gegeben wurde.[5]\nOder nehmen wir das Beispiel dieser wunderbaren Lieferdienste. Vor\nwenigen Wochen brachte die Frankfurter Allgemeine Zeitung unter der\n\u00dcberschrift \u201eStrampeln f\u00fcr zwei Kaffee\u201c eine aufschlussreichen\nReportage. Auszug: \u201eEin Michael hat in einem Starbucks im Zentrum\n<\/p>\n\n\n\n<p> zwei Kaffee bestellt. Er wohnt dreieinhalb\nKilometer entfernt im Nordend. Veganova [die Lieferando-Fahrerin;\nW.W.) ist kaum zu halten: \u00b4Das ist doch pervers, das ist eine\nDem\u00fctigung \u2013 wegen zwei Kaffee. [\u2026] Der Starbuchs-Kaffee f\u00e4llt\nw\u00e4hrend der Fahrt um und l\u00e4uft aus. Veganova ist den Tr\u00e4nen nahe.\n\u00b4Jetzt muss ich einem Dispatcher schreiben. Hab ich etwas falsch\ngemacht? Ich bin nicht einmal gestolpert\u2026\u00b4\u201c[6]\n\n<\/p>\n\n\n\n<h3><em><strong>Geplantes\nWirtschaften in der Krise \u2013 in der Luxusbranche<\/strong><\/em><\/h3>\n\n\n\n<p>Das in Luxus gelegte\nKapital macht streckenweise das, was auf Weltebene gegen die\nKrisenfolgen getan werden m\u00fcsste. Als im Sommer 2020 aufgrund des\nNachfrageeinbruchs im Champagnermarkt eine Strukturkrise drohte,\neinigten sich Winzer und Produzenten, letztere angef\u00fchrt von Mo\u00ebt\nHennessy, auf eine Senkung der Erntemenge um 20 Prozent. In der\ngesamten franz\u00f6sischen Luxusbranche (LVMH, L\u00b4Or\u00e9al, Herm\u00e8s,\nChanel) wurden im Krisenjahr 2020 die Arbeitspl\u00e4tze weitgehend\ngarantiert und die Kurzarbeit-Gelder in der Regel auf 100 Prozent\naufgestockt. Der Luxuswagenhersteller  Ferrari bietet f\u00fcr seine\nBesch\u00e4ftigten und f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung am italienischen\nProduktionsstandort Maranello kostenlose, regelm\u00e4\u00dfige\nCOVID-19-Tests. Selbst Konversion klappt dann pl\u00f6tzlich. Ferrari\nproduzierte 2020 Ventile f\u00fcr Atemger\u00e4te und Zubeh\u00f6r f\u00fcr\nSchutzmasken. Die Modeartikel-Hersteller Prada, Nike und Burburry\nr\u00fcsteten Fertigungsstra\u00dfen um f\u00fcr die Herstellung von\nSchutzkleidung f\u00fcr Krankenhauspersonal.[7]\n\n<\/p>\n\n\n\n<p>Doch\nall das erfolgt nat\u00fcrlich nur zum eigenen Nutzen und Frommen,\nsprich: mit dem Ziel der langfristigen Profitgarantie. Wobei ein Teil\nder Aktivit\u00e4ten nat\u00fcrlich gute PR in Corona-Zeiten, Motto: \u201eTue\nGutes und rede dar\u00fcber!\u201c ist.  \n<\/p>\n\n\n\n<p>Sobald\ndie Krise vorbei ist, werden wir Konzerne erleben, die nur ein Ziel\nkennen: Wachstum zwecks Profitakkumulation. Schon r\u00fcstet sich die\nAutobranche f\u00fcr September 2021 und die n\u00e4chste IAA  &#8211; und glaubt,\nmit dem neuen Messe-Standort M\u00fcnchen l\u00e4stige Umweltaktive, die ihr\ndie Show im September 2019 in Frankfurt\/M. vermasselten, zur\u00fccklassen\nzu k\u00f6nnen. 2020 wurden hunderttausende Pkw von deutschen Herstellern\nals steuerlich als \u201eemissionsfrei\u201c eingestuft und beg\u00fcnstigt,\nModelle, die ein Jahr zuvor noch als normale Verbrenner galten, denen\njedoch ein erg\u00e4nzendes Elektromot\u00f6rchen und der Adelstitel\n\u201ePlug-in-Hybrid\u201c oder \u201eMild Hybrid\u201c verpasst wurde.\nUmweltverb\u00e4nde wie die Deutsche Umwelthilfe weisen seit geraumer\nZeit darauf hin, dass die Pkw in der Gesamtbilanz mehr CO2 emittieren\nals ein klassischer Mittelklasse-Verbrenner.  \n<\/p>\n\n\n\n<p>Eine\nlangfristige Garantie zum \u00dcberleben der Menschheit gibt es nur\njenseits der bestehenden Wirtschaftsordnung. Es d\u00fcrfte schwierig\nwerden, daf\u00fcr 2021 die Voraussetzungen zu schaffen. Ein paar\nElemente dessen, was die erw\u00e4hnten Kapitalkreise mit\n100-Prozent-Kurzarbeitergeld, Besch\u00e4ftigungsgarantie und einer\nReduktion des Outputs um ein F\u00fcnftel im ablaufenden Jahr 2020\numsetzten, sollten sich Linke und Gewerkschaften \u2013 gern erg\u00e4nzt\nmit deutlichen Arbeitszeitverk\u00fcrzungen \u2013 jedoch auf die Fahne\nschreiben und daf\u00fcr im kommenden Jahr mobilisieren.<\/p>\n\n\n\n<h3>Anmerkungen:<\/h3>\n\n\n\n<p>[1] BlackRock-Brief zusammengefasst in:\nManager Magazin vom 31. M\u00e4rz 2020; UBS nach: Frankfurter Allgemeine\nZeitung vom 1. Oktober 2020. Zu Blackrock siehe Werner R\u00fcgemer, Die\nKapitalisten des 21. Jahrhunderts, K\u00f6ln 2018. \n<\/p>\n\n\n\n<p>[2] Vgl. Thomas Piketty, Kapital und\nIdeologie, M\u00fcnchen 2020, Seite 842. Danach lag in den USA der Anteil\ndes obersten Dezils  (die reichsten 10%) am gesamten Privatverm\u00f6gen\nder USA (Immobilien. Betriebsverm\u00f6gen nach Schuldenabzug) 1920 \u2013\n1930 zwischen 80 und 85%. Dieser Anteil sank bis 1985 auf rund 60%.\nSeither steigt er erneut und lag 2015 bei rund 75%.<\/p>\n\n\n\n<p>[3] Siehe Piketty, a.a.O., Seiten\n816ff. Die vorausgegangenen allgemeine Angaben zur\nVerm\u00f6genskonzentration 2020 nach: Johannes Ritter, Superreiche\nwerden reicher, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 8. Oktober\n2020.<\/p>\n\n\n\n<p>[4] Bernd Rubel, Elon Musk \u2013\nKontroverse Parteispender an republikanische Klimaleugner;\nmobilegeeks vom 19. Juli 2018; siehe:\n<a href=\"https:\/\/www.mobilegeeks.de\/news\/elon-musk-parteispenden-republikanische-klimawandelleugner\/\">https:\/\/www.mobilegeeks.de\/news\/elon-musk-parteispenden-republikanische-klimawandelleugner\/<\/a>\nund BBC-Bericht vom 7. April 2019; siehe:\nhttps:\/\/www.bbc.com\/news\/business-47845971 \n<\/p>\n\n\n\n<p>[5] Weniger Autos, mehr globale\nGerechtigkeit. Herausgeber: Brot f\u00fcr die Welt, Evangelische Werke\nf\u00fcr Diakonie und Entwicklung, Misereor und Powershift, Berlin,\nAachen und Berlin, November 2018.<\/p>\n\n\n\n<p>[6] Gustav Theile, Lockdown ist\nLieferando-Zeit \u2013 Strampeln f\u00fcr zwei Kaffee, in: Frankfurter\nAllgemeine Zeitung vom 26. November 2020. Lieferando ist eine\ndeutsche Tochter des weltweit aktiven Lieferdienstes Just Eat\nTakeaway mit Sitz in Amsterdam. BlackRock ist am dem Unternehmen\nnat\u00fcrlich beteiligt. \n<\/p>\n\n\n\n<p>[7] Swetha Ramachandran, Luxusaktien:\nMode ist verg\u00e4nglich, aber der Ruf bleibt, Intelligent Investors vom\n9. Juni 2020;\n<a href=\"https:\/\/intelligent-investors.de\/luxusaktien-mode-ist-vergaenglich-aber-der-ruf-bleibt\/\">https:\/\/intelligent-investors.de\/luxusaktien-mode-ist-vergaenglich-aber-der-ruf-bleibt\/<\/a>\nund ARD B\u00f6rse vom 7. Oktober 2020. \n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie Reichtum und Macht in der Corona-Krise vermehrt werden Es gibt das Paradoxon, dass in der aktuellen Krise das Wachstum f\u00e4llt, jedoch die Aktienkurse und die Immobilienpreise weiter steigen. 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