{"id":1280,"date":"2020-12-18T19:13:48","date_gmt":"2020-12-18T18:13:48","guid":{"rendered":"https:\/\/winfriedwolf.de\/?p=1280"},"modified":"2020-12-18T19:13:50","modified_gmt":"2020-12-18T18:13:50","slug":"alle-sind-ueberrascht-uups-der-winter-kommt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/winfriedwolf.de\/?p=1280","title":{"rendered":"Alle sind \u00fcberrascht: \u201eUups, der Winter kommt!\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2>Die\nzweite Welle der Epidemie war lange angek\u00fcndigt<\/h2>\n\n\n\n<p>Keiner komme in der Corona-Debatte\nnochmals mit Verweisen der Art \u201e\u2026 aber es gibt doch viel mehr\nTote im Autoverkehr; und Autofahren wird ja auch nicht verboten\u2026\u201c\nDagegen ist zun\u00e4chst einzuwenden, dass die Zahl der 1,2 Millionen\nMenschen, die weltweit j\u00e4hrlich im Stra\u00dfenverkehr den Tod finden,\nauf einen Bruchteil reduziert werden k\u00f6nnte, wenn\nSicherheitsstandards wie niedrige Tempolimits und strikte\nBegrenzungen bei PS-Zahl und maximaler Geschwindigkeit  eingef\u00fchrt,\nwenn also die individuellen Freiheiten Einzelner zur\nlebensgef\u00e4hrlichen Bedrohung der Gesundheit und des Lebens vieler\neingeschr\u00e4nkt werden w\u00fcrden. Vor allem aber ist Ende 2020 deutlich,\ndass die Zahl der Corona-Toten deutlich \u00fcber der Zahl der j\u00e4hrlichen\nStra\u00dfenverkehrsopfer liegt. \u00dcber den Jahresverlauf 1. M\u00e4rz 2020\nbis 28. Februar 2021 hinweg werden es \u2013 grob \u00fcberschlagen \u2013 weit\nmehr als zwei Millionen Corona-Tote sein, doppelt so viel wie\nStra\u00dfenverkehrstote. Als Anfang 2020 einige Fachleute Vergleichbares\nvorhergesagt hatten, wurden sie in den Mainstream-Medien nicht ernst\ngenommen. Dass es bislang nicht zu noch viel h\u00f6heren Opferzahlen\nkam, hat einen einzigen Grund: die von Milliarden Menschen \u2013 meist\nfreiwillig, oft auch als Resultat staatlichen Zwangs \u2013 befolgten\nMa\u00dfnahmen des <em>social distancing<\/em> retteten Hunderttausenden\nMenschen das Leben. Das l\u00e4sst sich konkret an der Entwicklung der\nZahl derjenigen, die an einer Corona-Infektion starben,\ndokumentieren.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Bis Mitte Dezember 2020 sind mehr als 1,5 Millionen Menschen aufgrund einer COVID-19-Infektion gestorben. Ich schreibe bewusst nicht \u201ean und mit dem Virus gestorben\u201c. Gemeint ist: <em>Mindestens<\/em> 1,5 Millionen Menschen starben bislang als <em>direkte<\/em> Folge einer Corona-Infektion (siehe Kasten). Und ich w\u00e4hle auch bewusst die Zahl der registrierten Corona-Toten und nicht die Zahl der Infektionen, weil die Angaben f\u00fcr die Epidemie-Toten deutlich belastbarer sind. Allerdings sei darauf verwiesen, dass Millionen Menschen, die nach einer Corona-Erkrankung wieder genesen sind, aufgrund dieser Infektion f\u00fcr den Rest ihres Lebens mit oft erheblichen gesundheitlichen Sch\u00e4den belastet sind.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"580\" src=\"https:\/\/winfriedwolf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/52-15-tabelle-coronatote-1024x580.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1284\" srcset=\"https:\/\/winfriedwolf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/52-15-tabelle-coronatote-1024x580.jpg 1024w, https:\/\/winfriedwolf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/52-15-tabelle-coronatote-300x170.jpg 300w, https:\/\/winfriedwolf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/52-15-tabelle-coronatote-768x435.jpg 768w, https:\/\/winfriedwolf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/52-15-tabelle-coronatote.jpg 1537w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><em>Tabelle: Zahl der Corona-Toten im\nZeitraum 31. M\u00e4rz bis 30. November 2020 weltweit, in den USA,  in\nder EU (erg\u00e4nzt um Gro\u00dfbritannien, Norwegen und die Schweiz), in\nLateinamerika,  Indien, Iran und Russland \u2013 absolut und in Prozent\nder weltweiten Opferzahl [1]<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>*\nEU plus Gro\u00dfbritannien, Norwegen und Schweiz ** Mexiko,\nMittelamerika, Karibik u. S\u00fcdamerika *** 5-Tages-Durchschnitt<\/p>\n\n\n\n<p>Die Corona-Toten-Zahlen sind\nausgesprochen aufschlussreich.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Erstens<\/em> Die Corona-Toten in der\nTabelle addieren sich auf 1,3 Millionen oder 85,7 Prozent aller\nCorona-Toten weltweit. In diesen L\u00e4ndern beziehungsweise Regionen\nleben gut drei Milliarden Menschen, was 39,1 Prozent der\nWeltbev\u00f6lkerung entspricht. Auf knapp 40 Prozent der Weltbev\u00f6lkerung\nentfallen demnach mehr als 80 Prozent aller registrierten\nCorona-Toten. \n<\/p>\n\n\n\n<p><em>Zweitens<\/em> Nimmt man nur die USA,\nLateinamerika und die (um drei L\u00e4nder erg\u00e4nzte) EU so sind die\nRelationen nochmals extremer: In diesen \u201ewestlichen Regionen\u201c\nleben 1,4 Milliarden Menschen, was lediglich 18,5 Prozent der\nWeltbev\u00f6lkerung entspricht. Dort wurden jedoch 1,1 Millionen\nCorona-Tote registriert, was 71,2 Prozent aller Corona-Opfer\nentspricht.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Drittens<\/em>Die Zahl der weltweit\nregistrierten Corona-Toten an einem einzelnen Tag (letzte Zeile in\nder Tabelle) hat sich \u2013 mit der Ausnahme des Zeitraums Ende Juli\nbis Ende September 2020 \u2013 kontinuierlich erh\u00f6ht. Die j\u00fcngste hier\ndokumentierte Steigerung (Ende November gegen\u00fcber Ende September)\nist die bislang gr\u00f6\u00dfte. Die Dynamik der Pandemie ist nicht\ngebrochen; im Gegenteil. Der designierte neue US-Pr\u00e4sident Joe Biden\nsagte am 4. Dezember: \u201eIch will niemandem Angst einjagen, aber [\u2026]\nwir werden zwischen jetzt und Januar wahrscheinlich weitere 250.000\nMenschen verlieren&#8220;. \n<\/p>\n\n\n\n<h3>R\u00fcckblende Fr\u00fchsommer 2020<\/h3>\n\n\n\n<p>Die herrschende Epidemie-Politik in der\nEU \u2013 und durchaus auch in Berlin \u2013 hat in zwei Phasen komplett\nversagt. Zun\u00e4chst in den ersten zehn Wochen des Jahres 2020,  als\ndie Epidemie in unverantwortlicher Weise verharmlost (Spahn im\nFebruar: \u201eEine besonders milde Form der Grippe\u201c) und keinerlei\nVorbereitungen auf eine erste Welle ergriffen wurden.[2]\nSodann nach dem ersten Lockdown, den es in unterschiedlicher Form in\nden meisten westeurop\u00e4ischen L\u00e4ndern gab. Die mit diesem\nHerunterfahren des \u00f6ffentlichen Lebens verbundenen Restriktionen\nzeitigten zun\u00e4chst ja durchaus Erfolge. Die Grafik mit dem Vergleich\nder Corona-Toten in Europa und den USA (wo es so gut wie keinen\nallgemeinen Restriktionen gab) verdeutlicht dies: Es gab eine rund\nzweimonatige Periode mit einem geringen Anstieg der Corona-Toten in\nEuropa, sodass rund 100 Tagen lang die absoluten Zahlen in beiden\nRegionen auf vergleichbarem Niveau lagen. (Siehe die Tabelle Seite 7\nund dort die gr\u00fcn unterlegten Zeitabschnitte). \n<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"754\" src=\"https:\/\/winfriedwolf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/52-16-grafik2-coronatote-in-europa-1024x754.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1285\" srcset=\"https:\/\/winfriedwolf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/52-16-grafik2-coronatote-in-europa-1024x754.jpg 1024w, https:\/\/winfriedwolf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/52-16-grafik2-coronatote-in-europa-300x221.jpg 300w, https:\/\/winfriedwolf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/52-16-grafik2-coronatote-in-europa-768x566.jpg 768w, https:\/\/winfriedwolf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/52-16-grafik2-coronatote-in-europa.jpg 1134w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>[Senkrechte:  Zahl der Toten \/\/\nWaagrechte: Tage seit dem 100. registrierten Corona-Toten]<\/p>\n\n\n\n<p>Doch auch diese zweite Chance wurde\nvertan. Es geschah nichts: keine Aufstockung des Personals in den\nAltenheimen und Krankenh\u00e4usern (die nicht besetzten Pflegestellen\nauf den Intensivstationen  haben sich in den letzten drei Jahren\nverdreifacht![3]); die\nSchlie\u00dfung von weiteren sechzehn Krankenh\u00e4usern seit M\u00e4rz 2020\n(siehe S.37), keine\nrelevante Verbesserung der Einkommen des Pflegepersonals, keine\nAbschaffung des Prinzips der Fallpauschalen in den Kliniken, kein\nausreichender Ausbau des Testwesens, keine wirksamen Ma\u00dfnahmen gegen\ndie massenhaften Infektionen in den Fleischfabriken und im\nLogistikgewerbe, keine Anschaffung von mobilen, virust\u00f6tenden\nFilter- und L\u00fcftungsanlagen f\u00fcr die Schulen; es wurde sogar\nvers\u00e4umt, \u00fcber die Sommerferien hinweg fl\u00e4chendeckend in den\nvielen Zehntausenden Klassenzimmern, in denen die Fenster gar nicht\nge\u00f6ffnet werden k\u00f6nnen, Ma\u00dfnahmen f\u00fcr eine m\u00f6gliche\nFrischluftzirkulation zu ergreifen.<\/p>\n\n\n\n<p>Stattdessen wurde der\nLaschet-S\u00f6der-Merz-Wettbewerb mit Lockerungs\u00fcbungen veranstaltet.\nDabei hatten in Deutschland bereits am 28. April die Pr\u00e4sidenten der\nau\u00dferuniversit\u00e4ren Forschungsorganisationen eine aufsehenerregende\ngemeinsame Stellungnahme mit dem Titel \u201eAdaptive Strategien zur\nEind\u00e4mmung der Covid-19-Epidemie\u201c vorgelegt. Sie warnten dort\ndavor, die einschr\u00e4nkenden Ma\u00dfnahmen nach dem ersten Lock down zu\nfr\u00fch aufzuheben. Das <em>contact tracing<\/em> m\u00fcsse unbedingt\nsystematisch betrieben werden, was bei einer zu hohen Anzahl von\nAnsteckungen nicht mehr m\u00f6glich sei. Es brauche ein Ensemble\nineinandergreifender Ma\u00dfnahmen, um die Pandemie so stark zu\nreduzieren, dass <em>jede einzelne Ansteckung erkennbar und\nnachvollziehbar<\/em> werde.[4]\nExakt das ist nicht passiert. Und dies ist der Kern der fortgesetzten\nMisere.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr ein solches Verfolgen der\nInfektionsketten ben\u00f6tigt man ausreichend Personal. Und das fehlt\nkonkret in den Gesundheits\u00e4mtern. Mehr noch: Die Besch\u00e4ftigtenzahl\nin diesen \u00c4mtern wurde in den letzten 30 Jahren halbiert. Seit\nBeginn der Epidemie wird dieses strategisch entscheidende Personal\nnicht in gr\u00f6\u00dferem Umfang aufgebaut. Der Einsatz von ungeschulten\nBundeswehrsoldaten ist hilflos und oft wenig effektiv. Beispiel\nGesundheitsamt Stuttgart. Dort waren 1990 insgesamt 293 Menschen\nweitgehend in Vollzeit besch\u00e4ftigt. Im M\u00e4rz 2020 waren es noch\n158,7 Stellen, wobei ein Teil der Besch\u00e4ftigten in Teilzeit\narbeitet. Seither gab es Gemeinderatsbeschl\u00fcsse zur\nPersonalaufstockung \u2013 um einmal zus\u00e4tzliche 25 und einmal um\nweitere 20 \u2013 jedoch befristete! \u2013 Stellen. Doch selbst diese\nAufstockung konnte bis Ende 2020 nicht komplett umgesetzt werden. Ein\nGrund daf\u00fcr ist: Die Bezahlung ist unzureichend; beim medizinischen\nPersonal liegt der Monatsverdienst um rund 1000 Euro unterhalb einer\nvergleichbaren Besch\u00e4ftigung in einem Krankenhaus. Der Forderung von\nVerdi nach einer Ballungsraumzulage, um auf diese Weise wenigstens\nteilweise dem Problem gerecht zu werden, wurde nicht entsprochen. Der\nLeiter des Stuttgarter Gesundheitsamtes gestand daher bereits im\nNovember: \u201eDas Infektionsgeschehen spielt sich mittlerweile \nteilweise au\u00dferhalb unseres Radar ab. [\u2026] Aktuell wissen wir bei\n58 Prozent der F\u00e4lle nicht, bei wem die Menschen sich angesteckt\nhaben. Im August lag dieser Wert bei 16 Prozent.\u201c[5]\nInzwischen gibt es Aussagen aus anderen St\u00e4dten, wonach sich dort\n\u201edas Infektionsgeschehen\u201c in mehr als 80 Prozent der F\u00e4lle\n\u201eau\u00dferhalb des Radars\u201c des zust\u00e4ndigen Gesundheitsamtes\nabspielt.<\/p>\n\n\n\n<p>Entsprechend gibt es in Deutschland \u2013\nund so gut wie allen anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern \u2013 in den\nletzten Wochen des Jahres 2020 Negativ-Rekorde bei den Infektionen\nund den Corona-Toten. In vielen Altenheimen herrschen erneut\nkatastrophale Zust\u00e4nde. Aus einem Heim in Bayern wird berichtet,\ndass man angesichts der Personalknappheit \u201eangedacht hat, positiv\ngetestete Pflegekr\u00e4fte, die symptomfrei sind, arbeiten zu lassen.\nAber nur infizierte Bewohner d\u00fcrfen von ihnen betreut werden.\u201c[6]\nDie Intensivbetten sind in Deutschland erneut, trotz Aufstockung,\nfast komplett belegt. \u00c4hnlich sieht es anderswo aus. Am 17. November\nstellte die Schweizerische Gesellschaft f\u00fcr Intensivmedizin fest,\ndass im Nachbarland alle zertifizierten 876 Intensivbetten praktisch\nbelegt sind. Sie empfahl allen Personen <em>\u201esich im Rahmen einer\nPatientenverf\u00fcgung Gedanken dazu zu machen, ob sie im Falle einer\nschweren Erkrankung lebensverl\u00e4ngernde Ma\u00dfnahmen erhalten m\u00f6chten\noder nicht.\u201c<\/em>[7]<\/p>\n\n\n\n<h3>Wesentlich weniger Corona-Tote in gro\u00dfen Teilen von Asien und Afrika<\/h3>\n\n\n\n<p>In weiten Teilen von Afrika, in Australien und Neuseeland und in einer Reihe asiatischer L\u00e4nder konnte die Epidemie weitgehend unter Kontrolle gehalten werden. Das steht in einem auffallenden Gegensatz zur beschriebenen Situation in den USA, in Lateinamerika und in Europa. F\u00fcr zehn L\u00e4nder haben wir diese erfolgreiche Politik auf den Seiten 6 und 7 mit konkreten Zahlen belegt. Das Argument \u201eDas, was in China gemacht wurde, ist autorit\u00e4r und mit einer offenen Gesellschaft nicht vereinbar\u201c, wird bereits durch die Vielzahl von anderen \u2013 h\u00f6chst unterschiedlichen \u2013 L\u00e4ndern, die vergleichbar erfolgreich waren, relativiert. Wobei man sicher auch von der Art, wie in China die Epidemie erfolgreich einged\u00e4mmt wurde, Erkenntnisse gewinnen kann. Das angesehene Medizin-Fachblatt <em>The Lancet<\/em> brachte dazu einen analytischen Beitrag, in dem eine \u00fcberwiegend positive Bilanz gezogen wird.[8] Auch zeigen die Beispiele Indien (Ende 2020 150.000 Corona-Tote)  und Lateinamerika (500.000 Corona-Tote), dass die COVID-19-Epidemie im globalen S\u00fcden keineswegs generell einged\u00e4mmt ist. Hier ist nicht ausreichend Raum, um die erfolgreiche Politik zur Bek\u00e4mpfung der Epidemie, die in einzelnen L\u00e4ndern betrieben wurde, im Detail zu analysieren. F\u00fcr das Beispiel Vietnam gibt es auf Seite 7 einige Hinweise. Zwei Aspekte scheinen jedoch in den meisten dieser F\u00e4lle eine wichtige Rolle zu spielen: <em>Erstens<\/em> gab es in allen diesen L\u00e4ndern durchaus auch weitreichende Ma\u00dfnahmen der \u201eSozialdistanz\u201c. Dabei wurde meistens mit einem gro\u00dfen Einsatz an Menschen erreicht, dass das Infektionsgeschehen unter Kontrolle gehalten werden konnte. Der Virologe und Direktor der Afrikanischen Seuchenschutzbeh\u00f6rde, John Nkengasong, f\u00fchrte dazu aus: \u201eDie <em>community health workers<\/em> kennen die Orte und die Menschen dort. Wir haben sehr fr\u00fch dazu aufgerufen, eine Million von ihnen [Afrika-weit; W.W.] gegen die Pandemie einzusetzen. Wir haben sie geschult. [\u2026] Sie gehen nun von Haus zu Haus, um Informationen \u00fcber&nbsp; vorliegende Ansteckungen zu bekommen, Kontakte aufzusp\u00fcren. [\u2026] Das ist echte \u00b4Schuhleber-Epidemiologie\u00b4&#8220;[9] <\/p>\n\n\n\n<p><em>Zweitens<\/em> gibt es in diesen\nL\u00e4ndern meist eine weitreichende, gesellschaftliche Solidarit\u00e4t,\ndie dazu beitr\u00e4gt, dass die notwendigen Ma\u00dfnahmen auf freiwilliger\nBasis und als Resultat individueller Einsicht umgesetzt werden. Die\ninvestigative Journalistin Gaby Weber machte im November einen\naufschlussreichen Film zur Epidemie-Situation in Uruguay, einem Land,\nin dem es, in v\u00f6lligem Kontrast zu den Nachbarl\u00e4ndern, bislang\nau\u00dferordentlich wenige Corona-Tote gab (bis Anfang Dezember waren es\nrund 80). In diesem Film gibt es mehrere Passagen, in denen\ninterviewte Uruguayer darauf verweisen, dass die 15 Jahre mit einer\nlinken Regierung, der Frente Amplio (sie wurde allerdings im M\u00e4rz\n2020 von einer konservativen Regierung abgel\u00f6st), und der in dieser\nZeit erfolgte Aufbau eines fl\u00e4chendeckenden Netzes von dezentralen\nGesundheitsstationen zu einem intensiven gesellschaftlichen\nZusammenhalt beitrugen. Auch h\u00e4tten sich die Menschen \u2013 ohne dass\nes in den ersten sechs Monaten der Epidemie Zwang und entsprechende\nGesetze gab \u2013 strikt an &#8222;social distancing&#8220; gehalten; es\nhabe &#8222;faktisch einen Lockdown&#8220; gegeben.[10]<\/p>\n\n\n\n<h3>Warum hat die zweite Welle freien Lauf?<\/h3>\n\n\n\n<p>Ende 2020 herrscht in den Kreisen der\noffiziellen Politik Verwunderung ob der neuen Negativ-Rekorde. Der\nbaden-w\u00fcrttembergische Ministerpr\u00e4sident Winfried Kretschmann\nbekannte Anfang November, mit dem neuen Anstieg der Infektionen\n\u201ehaben wir nicht gerechnet, das muss man schon ehrlicherweise\nsagen\u201c. Zu Recht kommentierte dies Marlis Tepe, Vorsitzende der\nGewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), mit: \u201eIch habe den\nEindruck, die Politik ist davon \u00fcberrascht, dass der Winter\nkommt.\u201c[11] Die Frage\nsteht im Raum: Warum verfolgen die Kanzlerin und die ma\u00dfgebenden\nPolitiker diesen fortgesetzten, erm\u00fcdenden  Zickzackkurs: Anfang des\nJahres Laissez-faire, im Fr\u00fchjahr Lockdown, im Fr\u00fchsommer und\nSommer der Wettbewerb mit Lockerungs\u00fcbungen, dann Anfang November\nein halber Lockdown, der jedoch Anfang Dezember \u2013 \u201enach\nGutsherrenart\u201c, wie Dietmar Bartsch (Die Linke) zu Recht\nkritisierte \u2013  nochmals bis Mitte Januar verl\u00e4ngert wird, wobei es\njedoch an Weihnachten wieder Lockerungen &#8211; sogar mit umfassenden\nHotel-\u00d6ffnungen in einigen Bundesl\u00e4ndern \u2013 geben soll? Warum\nwurden erneut die Warnungen ignoriert, die die bereits zitierten\nau\u00dferuniversit\u00e4ren Forschungsorganisationen am 24. September in\neiner zweiten dringlichen Schrift publizierten?[12]\nWarum gibt es diese Dutzende sich widersprechende Regelungen, wo\nTheater und Kabaretts geschlossen, aber Kreuzfahrtschiffstouren\nerlaubt sind, wo Veranstaltungen trotz aller bestehenden\nSicherheitskonzepte verboten, aber Gottesdienste weitgehend ohne\nAuflagen erlaubt sind, wo es im privaten Bereich erhebliche\nEinschr\u00e4nkungen gibt, in der Produktion und bei den Dienstleistungen\njedoch selbst dann weiter gewirtschaftet wird, wenn ein gr\u00f6\u00dferer\nTeil der Belegschaft \u2013 beispielsweise bei Amazon in Graben bei\nAugsburg \u2013 mit dem Corona-Virus infiziert ist.[13]\nWarum gibt es keine Best practice-Politik mit Anleihen dort, wo die\nEpidemie erfolgreich in Schach gehalten wird und wo als Resultat\ndieser Politik die Menschen l\u00e4ngst wieder weit gr\u00f6\u00dfere Freiheiten\ngenie\u00dfen als hierzulande? \n<\/p>\n\n\n\n<p>Die Antwort lautet: Die Politik\norientiert sich in der gesamten Zeit in erster Linie an den Vorgaben\nder Wirtschaft. Wenige Tage vor den Beschl\u00fcssen \u00fcber den zweiten\n\u201ehalben Lockdown\u201c ver\u00f6ffentlichte der m\u00e4chtige Bundesverband\nder Deutschen Industrie (BDI) eine Erkl\u00e4rung, die die Corona-Leugner\nerfreut haben d\u00fcrfte und in der es hei\u00dft: \u201eTrotz der sprunghaft\ngestiegenen Corona-Virus-Infektionszahlen appelliert der BDI [\u2026],\nvon einem erneuten generellen Herunterfahren der deutschen Wirtschaft\nabzusehen.\u201c Der BDI-Pr\u00e4sident Dieter Kempf \u201emahnte\u201c in diesem\nZusammenhang \u201edie B\u00fcrger zu Eigenverantwortung: Sie k\u00f6nnten mit\ndiszipliniertem Verhalten vermeiden, [\u2026] wirtschaftliche Aktivit\u00e4t\nzu gef\u00e4hrden. Auf diese Weise k\u00f6nnten die B\u00fcrger auch f\u00fcr den\nErhalt des eigenen Arbeitsplatzes sorgen.\u201c[14]\n \n<\/p>\n\n\n\n<p>Damit gab der Industriellenverband die\nMarschroute vor: Einschr\u00e4nkungen im Produktionsprozess und beim\nKonsum \u2013 letzteres betrifft vor allem den Konsum, der in den gro\u00dfen\nEinkaufszentren und bei denjenigen Firmen, die auch \u00fcbers Internet\nliefern, stattfindet \u2013 soll es m\u00f6glichst wenige geben. Faktisch\nhangelt sich die Politik immer entlang eines Infektionsgeschehens,\ndas gerade noch so unter Kontrolle gehalten werden kann \u2013 oder auch\nmal nicht mehr. Im Grunde orientiert diese Politik einerseits darauf,\ndass auf diese Weise irgendwann eine Herdenimmunit\u00e4t \u2013 die\nausreichend gro\u00dfe Durchseuchung der Bev\u00f6lkerung \u2013 erreicht sein\nk\u00f6nnte. Andererseits soll ab Anfang 2021 das gro\u00dfe Impfen\nstattfinden, sodass man im Fr\u00fchsommer 2021 wirtschaftlich wieder\ndurchstarten kann. Im \u00dcbrigen wird eine Position wie diejenige des\nBDI weltweit in vergleichbarer Weise von allen gro\u00dfen Unternehmen\nund Banken und deren Interessensverb\u00e4nden eingenommen. Als Ende\nApril in Kalifornien nach einer enormen Steigerung der Zahl der\nCorona-Toten Ausgangsbeschr\u00e4nkungen und Produktionseinschr\u00e4nkungen\nin Kraft traten, wetterte der Tesla-Cef Elon Musk: \u201eDas ist\nFaschismus\u201c.[15] \n<\/p>\n\n\n\n<p>Im \u00dcbrigen kann man eine k\u00fchle\nRechnung wie folgt aufmachen: Der Corona-Tod von rund zwei Millionen\nMenschen, von denen sich eine Mehrheit im Rentenalter befindet,\nentlastet die verschiedenen privaten und \u00f6ffentlichen Kassen f\u00fcr\nAltersversorgung  weltweit mit weit mehr als 100 Milliarden Euro.[16]\nSelbstverst\u00e4ndlich ist dies kein konkretes Ziel der Corona-Politik,\njedoch ein interessanter Mitnahmeeffekt.<\/p>\n\n\n\n<h3> Gro\u00dfe d\u00fcrfen saufen \u2013 Kleine l\u00e4sst\nman ersaufen<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Corona-Epidemie trifft vor allem\nprek\u00e4r Besch\u00e4ftigte, Arbeitslose, Obdachlose, Menschen mit einem\ndurchschnittlichen Einkommen und wenig M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Home\nOffice und Erholung im Gr\u00fcnen. Nicht zuf\u00e4llig gelangt eine neue\nStudie der Hans-B\u00f6ckler-Stiftung zu dem Ergebnis, dass sich diese\nbesonders Betroffenen \u201eim Durchschnitt empf\u00e4nglicher f\u00fcr\nVerschw\u00f6rungsmythen zur Pandemie zeigen.\u201c[17]\n<\/p>\n\n\n\n<p>Die konkrete Corona-Politik ist\ndeutlich auf die Interessen der gro\u00dfen Unternehmen ausgerichtet;\nKleingewerbe, die Bereiche Kunst und Kultur, Bildung, Ausbildung und\nSchulen, Gastronomie, inl\u00e4ndischer Tourismus und kleine\nEinzelh\u00e4ndler sind von den Krisenfolgen existenziell betroffen; eine\nWelle von Hunderttausenden Insolvenzen droht. Dabei ist dies\nkeineswegs objektiv bedingt \u2013 Geld ist genug da. Zwei Beispiele\nsollen dies verdeutlichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Beispiel 1. Die Bundesregierung hat in\nmehreren Tranchen an die Lufthansa und an den Touristik-Konzern TUI\nrund 18 Milliarden Euro an Unterst\u00fctzungsgelder bezahlt. Lufthansa\nund TUI waren bis Anfang 2020 hochprofitabel. Faktisch konserviert\ndie Politik auf diese Weise Strukturen, die klimapolitisch\nhochproblematisch sind und die perspektivisch auch aus rein\nbetriebswirtschaftlicher Sicht massiv reduziert werden m\u00fcssen. Nun\nsind bei Lufthansa und TUI heute nur noch 180.000 Menschen\nbesch\u00e4ftigt. Das gesamte Gastgewerbe in Deutschland mit rund 200.000\nUnternehmen besch\u00e4ftigt jedoch zehn Mal mehr Menschen. Mit den\nLufthansa-TUI-Subventionen k\u00f6nnte man den gesamten\nGastgewerbe-Sektor mit seinen zwei Millionen Besch\u00e4ftigten mehr als\nein Vierteljahr durchfinanzieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Beispiel 2. In Deutschland gibt es\ninzwischen 2,1 Millionen Menschen, die \u00fcber ein privates Verm\u00f6gen\nvon mindestens einer Million US-Dollar verf\u00fcgen. Im neuesten Global\nWealth Report wird konstatiert, dass sich dieses Verm\u00f6gen sogar im\nCorona-Krisenjahr erh\u00f6ht hat.[18]\nDas addierte Verm\u00f6gen dieser Dollar-Million\u00e4re  bel\u00e4uft sich nach\ndiesem Report auf 14,8 Billionen US-Dollar; umgerechnet sind dies gut\n12 Billionen Euro. W\u00fcrde man lediglich verlangen, dass auf drei\nJahre der durchschnittliche Gewinn von f\u00fcnf Prozent, der mit diesem\nVerm\u00f6gen im Minimum erzielt wird,  durch eine Verm\u00f6genssteuer\nabgesch\u00f6pft wird, dann erg\u00e4be dies drei Mal 600 Milliarden oder 1,8\nBillionen Euro Sondereinnahmen der \u00f6ffentlichen Hand. Das ist ein\nVielfaches aller bisherigen Kosten, die die Corona-Krise bislang\nverursachte hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine solche Forderung ist angesichts\nder bestehenden Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisse unrealistisch, jedoch nach  drei\nJahrzehnten Umverteilung von unten nach oben absolut gerechtfertigt.\nSie m\u00fcsste von einem breiten linken und gewerkschaftlichen B\u00fcndnis\nin einer Kampagne propagiert werden. Stattdessen erleben wir\nDiskussionen dar\u00fcber, wie nach der Bundestagswahl 2021 die\nCorona-Schulden durch Steuererh\u00f6hungen, h\u00f6here Beitr\u00e4ge und\nRentensenkungen finanziert werden sollen (siehe S.22).<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Bilanz<\/strong><\/em>: Die Regierungen\nder westlichen Welt haben in der Corona-Epidemie auf ganzer Linie\nversagt. Das zeigen Vergleiche der Situation in den USA, in\nLateinamerika und in den meisten L\u00e4ndern Westeuropas mit vielen\nL\u00e4ndern in Asien und Afrika. Sie sind mitverantwortlich f\u00fcr den Tod\nvon Hunderttausenden Menschen und f\u00fcr schwere gesundheitliche\nSch\u00e4den, die Millionen Personen erlitten haben. Diese Regierungen\nsind dabei auch 2021 zu versagen, indem sie sich bei den\nMassenimpfungen der Orientierung der Pharmalobby am maximalen Gewinn\nje Impfdosis unterwerfen. Das Handeln der westlichen Regierungen hat\nin erster Linie den Nenner: Gesunde Gewinnmargen haben Vorrang vor\nder menschlichen Gesundheit. Profit geht vor Mensch.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Anmerkungen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>[1] Angaben nach der Johns Hopkins\nUniversity;  und: <a href=\"http:\/\/www.worldometers.info\/coronavirus\/\">www.worldometers.info\/coronavirus\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>[2] Siehe ausf\u00fchrlicher in Lunapark21,\nHeft 50, S.33ff und bei Verena Kreilinger \/ Winfried Wolf \/ Christian\nZeller, Corona, Kapital, Krise, K\u00f6ln 2020, Seite 163ff.<\/p>\n\n\n\n<p>[3] 2011 gab es \u201enur\u201c 1200 \u201enicht\nbesetzte Pflegestellen auf Intensivstationen\u201c in Deutschland; 2020\nwaren es 4700. Quellen: Divi-Intensivregister; Der Spiegel 46\/\n7.11.2020.<\/p>\n\n\n\n<p>[4] Kleiner, Matthias; Neugebauer,\nReimund; Stratmann, Martin und Wiestler, Otmar D., <em>Strategien zur\nEind\u00e4mmung der COVID-19 Pandemie. Eine Stellungnahme der Pr\u00e4sidenten\nder au\u00dferuniversit\u00e4ren Forschungsorganisationen, <\/em>28. April\n2020, Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz e.V.,\nFraunhofer-Gesellschaft zur F\u00f6rderung der angewandten Forschung\ne.V., Max-Planck-Gesellschaft zur F\u00f6rderung der Wissenschaften e.\nV., Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e. V.<\/p>\n\n\n\n<p>[5] Interview mit Stefan Ehehalt,\nLeiter des Stuttgarter Gesundheitsamtes, in: Frankfurter Allgemeine\nZeitung vom 3. November 2020.<\/p>\n\n\n\n<p>[6] Das Virus ist zur\u00fcck in den\nHeimen, in: S\u00fcddeutsche Zeitung vom 4. November 2020.<\/p>\n\n\n\n<p>\n[7] SGI (2020): <em>COVID-19: Vollst\u00e4ndige Auslastung zertifizierter\nund anerkannter Intensivbettenkapazit\u00e4ten<\/em> (2), 17. November\n2020, Schweizerische Gesellschaft f\u00fcr Intensivmedizin.<\/p>\n\n\n\n<p>[8] Talha Burki, China\u00b4s succesful\ncontrol of Covid-19, in: The Lancet vom 8. Oktober 2020. Die Autorin\nbetont u.a. das \u201ebreite Engagement der Bev\u00f6lkerung\u201c und die\n\u201ebeispiellose Solidarit\u00e4t\u201c, die es bei der Bew\u00e4ltigung der\nEpidemie in China gegeben habe.  \n<\/p>\n\n\n\n<p>[9] \u201eWir haben harte Lektionen\ngelernt\u201c, Interview mit dem Direktor der Afrikanischen\nSeuchenschutzbeh\u00f6rde, in: S\u00fcddeutsche Zeitung vom 2.11.2020.<\/p>\n\n\n\n<p>[10] Gaby Weber, Uruguays Weg zwischen\nDarwinismus und K\u00e4fighaltung, November 2020, siehe:  Siehe:\nhttps:\/\/www.youtube.com\/watch?v=88TYp_gC3FM<\/p>\n\n\n\n<p>[11] In: Der Tagesspiegel vom 14.\nNovember 2020.<\/p>\n\n\n\n<p>[12] Stellungnahme der Pr\u00e4sidenten der\nau\u00dferuniversit\u00e4ren Forschungsorganisationen zur COVID-19-Epidemie\nvom 24. September 2020; Autoren und Institutionen wie oben in Fu\u00dfnote\n[4].<\/p>\n\n\n\n<p>[13] Laut Gewerkschaft Verdi sind 300\nder 1800 Besch\u00e4ftigten in dem Amazon-Werk in Graben bei Augsburg mit\ndem Virus infiziert. S\u00fcddeutsche Zeitung vom 4.12.2020.<\/p>\n\n\n\n<p>[14] Nach: BDI-Erkl\u00e4rung vom 23.\nOktober 2020.<\/p>\n\n\n\n<p>[15] Nach: Die Welt vom 30. April 2020.<\/p>\n\n\n\n<p>[16] Von den zwei Millionen\nCorona-Toten, die es bis Februar 2021 absehbar gibt, lebten rund 1,75\nMillionen in westlichen Gesellschaften mit Systemen der Renten- und\nAltersversorgung. Gut 70 Prozent von ihnen oder 1,2 Millionen\nbefanden sich zum Zeitpunkt ihres Todes im Rentenalter. Wenn wir nur\nein durchschnittliches monatliches Renteneinkommen von 900 Euro\nunterstellen, dann ergibt dies mehr als eine Milliarde Euro im Monat\nbzw. gut 12 Milliarden Euro in Jahr an entfallenden Rentenzahlungen.\nIm Durchschnitt hatten die Betroffenen noch mindestens zehn Jahre\nLebenszeit vor sich gehabt. Was 120 Milliarden Euro ausmacht.<\/p>\n\n\n\n<p>[17]  Wer Einkommen verliert, ist\nbesonders empf\u00e4nglich f\u00fcr Pandemie-Verschw\u00f6rer, in: S\u00fcddeutsche\nZeitung vom 20.11.2020; auch:  Der Spiegel vom 29. Oktober 2020. \n<\/p>\n\n\n\n<p>[18] B\u00f6rse ARD vom 22. Oktober 2020.\n<a href=\"https:\/\/boerse.ard.de\/anlagestrategie\/vorsorge\/trotz-corona-mehr-millionaere-in-deutschland100.html\">https:\/\/boerse.ard.de\/anlagestrategie\/vorsorge\/trotz-corona-mehr-millionaere-in-deutschland100.html<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die zweite Welle der Epidemie war lange angek\u00fcndigt Keiner komme in der Corona-Debatte nochmals mit Verweisen der Art \u201e\u2026 aber es gibt doch viel mehr Tote im Autoverkehr; und Autofahren wird ja auch nicht verboten\u2026\u201c Dagegen ist zun\u00e4chst einzuwenden, dass die Zahl der 1,2 Millionen Menschen, die weltweit j\u00e4hrlich im &hellip; <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[21],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/winfriedwolf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1280"}],"collection":[{"href":"https:\/\/winfriedwolf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/winfriedwolf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/winfriedwolf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/winfriedwolf.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1280"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/winfriedwolf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1280\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1290,"href":"https:\/\/winfriedwolf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1280\/revisions\/1290"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/winfriedwolf.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1280"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/winfriedwolf.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1280"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/winfriedwolf.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1280"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}