{"id":1637,"date":"2021-12-20T14:40:00","date_gmt":"2021-12-20T13:40:00","guid":{"rendered":"https:\/\/winfriedwolf.de\/?p=1637"},"modified":"2023-04-08T01:07:16","modified_gmt":"2023-04-07T23:07:16","slug":"greenwashing-konversion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/winfriedwolf.de\/?p=1637","title":{"rendered":"Greenwashing-Konversion"},"content":{"rendered":"\n<h1><\/h1>\n\n\n\n<h2>Wie sich die Weltautokrise, das Elektroauto und ein FDP-Autominister zusammenf\u00fcgen<\/h2>\n\n\n\n<p>Es war ein Paukenschlag, als Ende November verk\u00fcndet wurde, der neue Bundesverkehrsminister sei der FDP-Mann Volker Wissing. Wissing hatte sich in seiner gut 20j\u00e4hrigen Karriere als Politiker \u2013 zuletzt als FDP-Generalsekret\u00e4r \u2013 nie in gr\u00f6\u00dferem Ma\u00df mit Verkehr besch\u00e4ftigt. Als Hobby nennt der Mann \u201eWeinbau \u2013 auch im familieneigenen Weingut\u201c. Fachlich hatte er \u2013 im Gegensatz zum neuen FDP-Bundesfinanzminister Christian Lindner \u2013 viel mit Finanzen zu tun und war 2009 bis 2013 Vorsitzender des Finanzausschusses des Bundestags.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei galt ein gr\u00fcner Verkehrsminister als gesetzt \u2013 entweder Anton Hofreiter oder Cem \u00d6zdemir. Beide verf\u00fcgen \u00fcber viel Erfahrung im Bereich Verkehr. Damit stellen sich zwei Fragen: Ist da etwas falsch gelaufen? Lie\u00dfen sich die Gr\u00fcnen etwas \u201ewegverhandeln\u201c? Antwort auf Frage Eins: Nein \u2013 das sollte genau so laufen. Antwort auf Frage Zwei: Da gab es nichts zu verhandeln; die Auto-Alpha-M\u00e4nner Scholz und Lindner hatten sich vorab geeinigt. Das liest sich im \u201eSpiegel\u201c wie folgt: \u201eDie FDP hatte im Ringen um das Verkehrsressort einen m\u00e4chtigen Verb\u00fcndeten: Die SPD hatte aus industriepolitischen Gr\u00fcnden kein Interesse, [\u2026] den Gr\u00fcnen dieses Schl\u00fcsselressort zu \u00fcberlassen.\u201c1<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Entsprechend sehen die Passagen zur Mobilit\u00e4t im Koalitionsvertrag aus: Vage wird von einer Priorit\u00e4t Schiene gesprochen; pr\u00e4zise hei\u00dft es dann: \u201eUnser Ziel sind mindestens 15 Millionen vollelektrische Pkw bis 2030.\u201c Zu den Themen Zufu\u00dfgehen und Radfahren gibt es peinliche f\u00fcnf Zeilen mit Nichtssagendem. Unmissverst\u00e4ndlich ist die Absage an jede Art Tempolimit.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4hnlich wie bei der rot-gr\u00fcnen Bundesregierung der Jahre 1998 bis 2005, als unter dem Autokanzler Gerhard Schr\u00f6der mit \u201eBiosprit\u201c ein Greenwashing des Autoverkehrs erfolgte, soll es unter einem Autokanzler Scholz ein Greenwashing mit Elektroautos geben. Der Verweis auf \u201eindustriepolitische Gr\u00fcnde\u201c im \u201eSpiegel\u201c-Zitat l\u00e4sst sich \u00fcbersetzen mit \u201eEinflussnahme der Autolobby\u201c.<\/p>\n\n\n\n<h3>Krise der Autoindustrie<\/h3>\n\n\n\n<p>In den Jahren 2018 bis 2021 erlebt die weltweite Autoindustrie eine Dreifach-Krise: Erstens: Die Glaubw\u00fcrdigkeit der Branche war durch den Skandal mit manipulierten Motoren ersch\u00fcttert. Zweitens: Im Klimanotstand und in der Krise der St\u00e4dte steht das Auto als entscheidender S\u00fcnder da. Drittens: Der Pkw-Absatz ist seit 2017 massiv r\u00fcckl\u00e4ufig.<\/p>\n\n\n\n<p>Motorenmanipulation: Die im September 2015 als \u201eDiesel-Skandal\u201c oder \u201eVW-Skandal\u201c falsch bezeichnete Angelegenheit kostete VW bislang mehr als 30 Milliarden Euro Strafgelder. Motorenabgasmanipulation gibt es bei allen internationalen Auto-Konzernen. Und es gibt kein Ende in dieser Sache. Aktuell l\u00e4uft eine Klage vor dem Europ\u00e4ischen Gerichtshof, ausgehend von einem \u00f6sterreichischen Gericht, in Sachen \u201eThermofenster\u201c, die dazu f\u00fchren kann, dass Millionen betroffene Pkw stillgelegt oder auf Kosten der Autokonzerne nachger\u00fcstet werden m\u00fcssen.2<\/p>\n\n\n\n<p>Klimas\u00fcnder Auto: Das Auto wird immer mehr als Klima- und Umwelts\u00fcnder und als stadtzerst\u00f6rerisch identifiziert. Das wird meist auf die Emissionen reduziert. L\u00e4rm und Fl\u00e4chenfra\u00df und die wachsende Zahl von Amok-Fahrten beziehungsweise Autorennen spielen jedoch auch eine beachtliche Rolle. Und wenn die B\u00fcrgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo, im Sommer 2021 in der franz\u00f6sischen Metropole fl\u00e4chendeckend Tempo 30 verordnete und daf\u00fcr eine deutliche Mehrheit in der Bev\u00f6lkerung findet, dann wird das in der Autobranche durchaus als Alarmzeichen registriert. Nach einer neuen Studie, verfasst von dem Berliner Verkehrsprofessor Christian B\u00f6ttger, deckt der Autoverkehr nur ein gutes Drittel seiner Kosten. Er ist f\u00fcr die Gesellschaft ein teures Zuschussgesch\u00e4ft.3<\/p>\n\n\n\n<p>Weltautoproduktion: Und dann gibt es seit nunmehr vier Jahren in Folge einen R\u00fcckgang der Autoproduktion weltweit. 2017 wurden 73,4 Millionen Pkw \u2013 einschlie\u00dflich Lkw und Bussen 97,3 Millionen Kraftfahrzeuge \u2013 hergestellt. 2021 waren es noch rund 55 Millionen Pkw und 77 Millionen Kfz. Das ist bei den Pkw ein R\u00fcckgang um ein Viertel. In Deutschland \u2013 das in Europa f\u00fchrende Autoland und zugleich der weltweit gr\u00f6\u00dfte Autoexporteur \u2013 sieht es nochmals dramatischer aus. 2017 wurden 5,6 Millionen Pkw produziert; 2021 sind es 2,7 Millionen \u2013 ein R\u00fcckgang um 55 Prozent. Bei der Weltautofertigung liegt das Produktionsniveau nun auf dem Level von 2007. In Deutschland entspricht das 2021er Niveau demjenigen des westdeutschen im Jahr 1975.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Gesamtbild verd\u00fcstert sich noch bei einem Blick nach China, wo es erstmals seit Jahrzehnten R\u00fcckg\u00e4nge im Autoverkauf gibt und wo das 2021er Niveau des Autoabsatzes unter dem von 2019 liegt. China ist nicht nur der gr\u00f6\u00dfte Automarkt der Welt. Es gibt f\u00fcr die deutsche Autoindustrie auch laut Handelsblatt das \u201eKlumpenrisiko China\u201c: VW (als Marke) setzt inzwischen 49 Prozent aller seiner weltweit gebauten Autos in China ab. Bei der VW-Tochter Audi sind es 42,7 Prozent, bei Mercedes 37,9 Prozent und bei BMW 34,8 Prozent.4<\/p>\n\n\n\n<p>Das VW-Stammwerk in Wolfsburg ist 2021 zu weniger als 50 Prozent ausgelastet. Die Jahreskapazit\u00e4t liegt bei einer Million Pkw; 2021 haben nur rund 450.000 Autos das Werk verlassen. Im Pandemiejahr 2020 wurde so gut wie ger\u00e4uschlos die gewaltige Fusion von PSA und Fiat-Chrysler durchgezogen; ein Vorgang, der erheblich zur weiteren Deindustrialisierung Italiens beitr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p>Indem in dem fusionierten, faktisch rein franz\u00f6sischen Konzern die Marken Fiat, Chrysler, Opel, Peugeot, Citroen, Alfa Romeo und Lancia zusammengeschlossen sind \u2013 \u00fcberwiegend Autos, die in direkter Konkurrenz zueinander stehen \u2013 d\u00fcrfte es zu einer Kannibalisierung unter den bislang unabh\u00e4ngigen Marken, zu umfassenden Rationalisierungen, zu Fabrikschlie\u00dfungen und zu einem massenhaften Belegschaftsabbau kommen. Dies wird auch die Belegschaft bei Opel in Eisenach treffen. Der PSA-Chef Carlos Tavares \u2013 nunmehr Stellantis-Boss \u2013 ist Garant f\u00fcr eine Brutalo-Sanierung.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Einordnung des weltweiten Umbruchs drei Anmerkungen: Es gibt einige Sonderfaktoren wie die Chip-Zulieferkrise, die die Branchenkrise konjunkturell versch\u00e4rfen. Gleichzeitig setzt sich die Pandemie fort, was auch 2022 zu einem Absatzr\u00fcckgang beitragen k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Umsatz gemessen sind die Einbr\u00fcche, vor allem bei den deutschen Konzernen, nicht ganz so gro\u00df, da der Durchschnitts-Pkw \u2013 auch aufgrund der E-Pkw \u2013 sich deutlich verteuerte. Auch gibt es weiter bei fast allen internationalen Autokonzernen hohe Profite. Absatzr\u00fcckgang muss nicht Verlust bedeuten; Belegschaftsabbau und hohe Profite passen n\u00e4mlich gut zusammen. Der Weltautobestand w\u00e4chst trotz des Produktionsr\u00fcckgangs weiter von Jahr zu Jahr. Das trifft sogar auf Deutschland zu, wo wir selbst im Corona-Krisen-Jahr 2020 einen Zuwachs beim Pkw-Bestand von 600.000 Einheiten haben. In den vorausgegangenen Jahren war der Zuwachs deutlich h\u00f6her, teilweise bei einer Million und mehr.<\/p>\n\n\n\n<h3>Rettung naht:Elektromobilit\u00e4t<\/h3>\n\n\n\n<p>In allen Krisenzeiten der Branche gab es Vergleichbares wie Greenwashing \u2013 auch wenn dieser Begriff j\u00fcngeren Datums ist. Mitte der 1970er Jahre, nach der \u201e\u00d6lkrise\u201c von 1973, war es der \u201eKat\u201c, der das Auto umweltfreundlich machen sollte. In den 1990er Jahren hie\u00df es, ein \u201eSwatch Car\u201c (sp\u00e4ter der \u201eSmart\u201c) werde das Auto stadttauglich machen. In den Nuller Jahren erlebten wir den Hype um den Biosprit, mit dessen Hilfe dem Klimas\u00fcnder Auto die Absolution erteilt werden w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Branche war ebenso erfindungsreich, wie die \u00d6ffentlichkeit sich gutgl\u00e4ubig gab. Das Ergebnis war immer dasselbe: Die Weltautoproduktion wurde aufs Neue gesteigert, die zerst\u00f6rerischen Tendenzen dieser Mobilit\u00e4tsform verallgemeinerten und vergr\u00f6\u00dferten sich.5<\/p>\n\n\n\n<p>Und jetzt ist es das Elektroauto, das die Krise des Fahrzeugbaus beheben soll. Bis 2019 argumentierten alle gro\u00dfen Autohersteller, man werde Schritt f\u00fcr Schritt E-Pkw einf\u00fchren, aber bis auf Weiteres an einem Mix von Verbrennern und E-Pkw festhalten. Mit den beiden Pandemie-Jahren \u2013 zugleich Jahre der vertieften Branchenkrise \u2013 hat sich das deutlich ver\u00e4ndert. Jetzt wollen alle relevanten Autohersteller zu E-Pkw-Massenherstellern werden. Der VW-Boss Herbert Diess, der noch 2018 eine massenhafte E-Pkw-Motorisierung abgelehnt hatte, outet sich als Bewunderer des Tesla-Chefs Elon Musk. Diess will VW binnen weniger Jahre zum weltweit gr\u00f6\u00dften E-Pkw-Hersteller machen. Der Daimler-Chef Ola K\u00e4llenius erkl\u00e4rt: \u201eDie Zukunft des Autos wird elektrisch sein, daran gibt es gar keinen Zweifel.\u201c6<\/p>\n\n\n\n<p>Und so kam es in den vergangenen vier Jahren zu einem dramatischen Umbau der Weltautoproduktion mit den drei Komponenten: R\u00fcckgang der Produktion, drastischer Anstieg der Elektro-Auto-Fertigung und Aufstieg von Tesla vom Nischenhersteller zum Pkw-Massenproduzenten. Die Tabelle auf der n\u00e4chsten Seite oben illustriert diesen Vorgang.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwar liegt auch 2021 der Anteil von reinen E-Pkw an der gesamten weltweiten Pkw-Fertigung mit 7,6 Prozent eher niedrig. Die Dynamik ist jedoch deutlich. Und da die Steuergelder f\u00fcr Elektromobilit\u00e4t sprudeln, wird die Konversion beschleunigt. Wenn es im zitierten Koalitionsvertrag hei\u00dft, man strebe 15 Millionen Batterie-Pkw bis 2030 an, dann m\u00fcssten selbst im Fall einer auf 4500 Euro halbierten staatlichen Pr\u00e4mie beim Kauf eines E-Pkw rund 65 Milliarden Euro eingesetzt werden. Wobei die Kosten f\u00fcr die Ladeinfrastruktur und neue Kraftwerke und \u00dcberlandleitungen hinzukommen. Von solchen Summen staatlicher F\u00f6rderung kann die \u00d6kostrom-Branche nur tr\u00e4umen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img src=\"https:\/\/www.lunapark21.net\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/56.21-tabelle-pkw-produktion.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8686\"\/><\/figure>\n\n\n\n<h3>Tesla als Rammbock<\/h3>\n\n\n\n<p>Alle Autokonzerne nutzen in Zukunft Tesla als Rammbock, um die gesamte Autoindustrie neu zu strukturieren, die Belegschaften massiv zu reduzieren und die Profite zu steigern. Beispiel VW: Neben dem Stammwerk in Wolfsburg zieht der Konzern auf der gr\u00fcnen Wiese ein neues Werk mit der Bezeichnung \u201eTrinity\u201c f\u00fcr eine Nur-Elektro-Pkw-Produktion hoch. Nach Aussage des VW-Markenchefs Ralf Brandst\u00e4tter soll dieses Werk \u201ebinnen f\u00fcnf Jahren zum Leuchtturm f\u00fcr modernste und effizienteste Fahrzeugproduktion\u201c werden.7<\/p>\n\n\n\n<p>Vorbild ist die Tesla-Fabrik in Gr\u00fcnheide. Die Fertigungszeit je Auto soll dann auf zehn Stunden sinken \u2013 im E-Auto-VW-Werk in Zwickau sind es aktuell dreimal so viel. Alles spricht daf\u00fcr, dass VW im Zusammenhang mit dem neuen Werk auch die Arbeitsstandards senken, die Arbeit verdichten und Sozialabbau betreiben wird. Voraussichtlich wird auch ein neues Unternehmen gegr\u00fcndet, um die Sozialabbau-Ziele formell abzusichern.<\/p>\n\n\n\n<p>Dient die soziale Schweinerei einem h\u00f6heren Ziel, dem Klimaschutz? Mitnichten. Elektromobilit\u00e4t wird den Autowahn steigern \u2013 auch die das Klima belastenden Emissionen. Elektroautos gibt es, seit es Autos gibt, also seit mehr als 120 Jahren. Die strukturellen Nachteile von E-Pkw waren im Jahr 1900 dieselben wie 2021: Diese haben im Vergleich zu Verbrennern deutlich mehr Gewicht, deutlich weniger Reichweite und ben\u00f6tigen deutlich mehr Zeit f\u00fcrs \u201eTanken\u201c. Hinzu kommen die klassischen Nachteile, die f\u00fcr s\u00e4mtliche Autos, gleichg\u00fcltig, welchen Antriebsstrang sie haben, gelten: Im Vergleich zum nichtmotorisierten Verkehr und zum \u00f6ffentlichen Verkehr gibt es beim Pkw-Verkehr den viermal gr\u00f6\u00dferen Fl\u00e4chenverbrauch, mehr als zehn Mal so viele Verkehrstote und bei hoher Pkw-Dichte im Stadtverkehr eine Geschwindigkeit, die der eines Fahrradfahrers entspricht. Eine gro\u00dfe E-Pkw-Flotte hat im Vergleich zu einer Flotte mit Verbrenner-Pkw auch keine geringe ren CO2-Emissionen. Das diesen Autos aufgeklebte Zero-Emission-Vehicle-Etikett ist purer Schwindel.8<\/p>\n\n\n\n<p>Gefragt, ob die neue Ampel-Regierung gegen\u00fcber China auf Partnerschaft oder auf Konfrontation setze, gab die neue Au\u00dfenministerin Annalena Baerbock eine Antwort, die auch die Frage nach dem \u201eWarum Elektromobilit\u00e4t?\u201c beantwortet: \u201eUm globale Probleme zu l\u00f6sen, m\u00fcssen wir miteinander kooperieren. Etwas bei [\u2026] der Bek\u00e4mpfung der Corona-Pandemie [\u2026] In anderen Bereichen sind wir Wettbewerber, gerade wenn es um die Frage von zuk\u00fcnftigen Technologief\u00fchrerschaften geht. Als [\u2026] Teil eines transatlantischen demokratischen B\u00fcndnisses stehen wir in einem Systemwettbewerb mit einem autorit\u00e4r gef\u00fchrten Regime wie China. Diesbez\u00fcglich gilt es, [\u2026] unsere [\u2026] Interessen zu verteidigen.\u201c9<\/p>\n\n\n\n<p><em>Von Winfried Wolf erschien zuletzt: Tempowahn \u2013 Vom Fetisch der Geschwindigkeit zur Notwendigkeit der Entschleunigung, Wien 2021, Promedia.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h3>Anmerkungen:<\/h3>\n\n\n\n<p>1 Spiegel 48\/2021 vom 27.11.2021. Hervorgehoben von mir.<\/p>\n\n\n\n<p>2 Marcus Jung und Tobias Piller, Gutachter: VW-Thermofenster ist rechtswidrig, in: FAZ vom 23.9.2021. Es geht um die \u201etemperaturabh\u00e4ngige Abgasr\u00fcckf\u00fchrung in Dieselmotoren\u201c, die dazu f\u00fchrt, dass die zugesagte Abgasreduktion nur bei Temperaturen zwischen 15 und 33 Grad Celsius und nur bis zu einer H\u00f6he von 1000 Metern funktioniert \u2013 ansonsten gibt es massiv h\u00f6here Abgas-Emissionen.<\/p>\n\n\n\n<p>3 Hier nach: Thiemo Heeg, Stra\u00dfen sind ein Zuschussgesch\u00e4ft, in: FAZ vom 20.9.2021.<\/p>\n\n\n\n<p>4 Klumpenrisiko China, in: Handelsblatt vom 1.10.2021.<\/p>\n\n\n\n<p>5 Ausf\u00fchrlich siehe: Winfried Wolf, Mit dem Elektroauto in die Sackgasse, Wien, 3. Auflage 2020, Seite 41ff.<\/p>\n\n\n\n<p>6 Interview in Bild am Sonntag vom 28.11.2021.<\/p>\n\n\n\n<p>7 Tagesschau vom 10. November 2021.<\/p>\n\n\n\n<p>8 Die maximale CO2-Reduktion, die mit einem E-Pkw \u00fcber den Lebenszyklus hinweg im Vergleich zu einem gleich gro\u00dfen Verbrenner-Pkw erreicht wird, wird vom Umweltbundesamt mit 40 Prozent angegeben. M\u00f6glicherweise sind es im Jahr 2030 50 Prozent. Ber\u00fccksichtigt man, dass bis zu 50 Prozent der E-Pkw Zweitwagen sind, dass auch 2030 der Strom zu einem erheblichen Teil aus fossilen Quellen kommt, dass die Herstellung der Batteriezellen mit einem enormen Ressourcenverbrauch (und Energieeinsatz) verbunden ist, dass bei der Entsorgung und bei der Bereitstellung der Ladeinfrastruktur erneut Energie eingesetzt werden muss, dann bleibt von der CO2-Reduktion nichts \u00fcbrig. Bedenkt man schlie\u00dflich, dass die aktuelle Verbrenner-Flotte rund 7,5 Liter auf 100 Kilometer verbraucht, dass es jedoch vor 20 Jahren Pkw-Modelle mit einem Spritverbrauch von 3 Litern gab (VW Lupo, VW Fox), dann schrumpft die gesamte E-Pkw-Saga zur Schmierenkom\u00f6die zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p>9 Interview, gef\u00fchrt von Jasmin Kalarickal, Felix Lee und Tobias Schulze, in: Taz vom 2.12.2021.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Dieser Beitrag ist im Printheft Nr. 56 von <a href=\"https:\/\/www.lunapark21.net\/\">Lunapark21 <\/a>erschienen. <\/em><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie sich die Weltautokrise, das Elektroauto und ein FDP-Autominister zusammenf\u00fcgen Es war ein Paukenschlag, als Ende November verk\u00fcndet wurde, der neue Bundesverkehrsminister sei der FDP-Mann Volker Wissing. 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