{"id":2046,"date":"2022-06-22T23:27:00","date_gmt":"2022-06-22T21:27:00","guid":{"rendered":"https:\/\/winfriedwolf.de\/?p=2046"},"modified":"2022-06-22T23:44:53","modified_gmt":"2022-06-22T21:44:53","slug":"schlafwandler-wirklich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/winfriedwolf.de\/?p=2046","title":{"rendered":"Teilblockade von Kaliningrad: Der Krieg r\u00fcckt auf Berlin zu"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Es droht die Ausweitung des Ukraine-Kriegs zum europaweiten Krieg. Verantwortlich daf\u00fcr sind keine Schlafwandler, sondern scharf kalkulierende Akteure. Auch in Berlin.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zum Verst\u00e4ndnis des Ukrainekriegs findet ein Bild Verbreitung, mit dem bereits der Erste Weltkrieg erkl\u00e4rt wurde. \u201eZiehen wir in eine Katastrophe wie die Schlafwandler 1914?\u201c, fragt Konrad Schuller in einem ganzseitigen Artikel in der FAZ. \u00c4hnlich der ehemalige Chefredakteur des Blattes Cicero, der unter der \u00dcberschrift \u201eDie neuen Schlafwandler\u201c konstatiert: \u201eWie unsere Neo-Bellizisten das Risiko einer katastrophalen Eskalation nonchalant \u00fcbersehen.\u201c[1]<\/p>\n\n\n\n<p>Auf den ersten Blick \u00fcberzeugt das Bild. Der Krieg begann am 24. Februar mit der Invasion der russischen Armee in die Ukraine \u2013 und damit als regionaler Krieg. Der russische Pr\u00e4sident behauptete am 9. Mai, es handle sich um eine Art innerrussische Angelegenheit: \u201eWir f\u00fchren eine milit\u00e4rische Spezialoperation durch \u2013 als reine Verteidigungsaktion von historischem russischen Land\u201c. US-Pr\u00e4sident Joe Biden und Nato-Generalsekret\u00e4r Jens Stoltenberg versicherten mehrfach, \u201ekeinen Krieg gegen Russland f\u00fchren\u201c zu wollen. Und der deutsche Kanzler Olaf Scholz stellte am 23. M\u00e4rz im Bundestag klar: \u201eWir werden der Ukraine helfen, ohne selbst Kriegspartei zu werden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Allerdings gingen zum Zeitpunkt, als diese Aussagen gemacht wurden, alle Beteiligten davon aus, dass der Krieg eine Angelegenheit von wenigen Wochen sei. Inzwischen tobt er seit vier Monaten. Und er nimmt von Woche zu Woche gr\u00f6\u00dfere Dimensionen an. Die &nbsp;ukrainische F\u00fchrung erkl\u00e4rte Mitte Juni, man werde \u201eerst wieder f\u00fcr Ende August\u201c Verhandlungen ins Auge fassen. Auf die Frage \u201eW\u00fcrden Sie einem Friedensabkommen zustimmen, wenn Russland sich hinter die Kontaktlinie von 2014 zur\u00fcckzieht\u201c \u2013 das hei\u00dft, wenn Russland alle seit dem 24. Februar 2022 eroberten ukrainischen Gebiete wieder an Kiew zur\u00fcckgeben w\u00fcrde \u2013 , antwortete der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyi Mitte Juni: \u201eDie Krim geh\u00f6rt zur Ukraine, die Regionen Donezk und Luhansk ebenfalls. Selbstverst\u00e4ndlich wird unser Volk seine Hoheitsgebiete nicht aufgeben.\u201c[2] Jens Stoltenberg argumentiert: \u201eDer Krieg kann Jahre dauern\u201c. Und w\u00e4hrend bei Beginn des Krieges die westlichen L\u00e4nder bei der Lieferung von Waffen eher zur\u00fcckhaltend waren, gibt es inzwischen ein Wettrennen, welcher Staat die schwereren Waffen und diejenigen R\u00fcstungsg\u00fcter mit nochmals gr\u00f6\u00dferer Reichweite liefert. Die Ukraine wird mit Waffen aus dem Westen derart vollgepumpt, dass der Generalstabschef der USA, Mark Milley, bereits eine Plan\u00fcbererf\u00fcllung konstatierte: \u201eKiew hat 200 Panzer angefragt, geliefert wurden 327; bei Sch\u00fctzenpanzern lieferten wir 300 anstelle der erbetenen 200 Fahrzeugen. Die Zahl der gelieferten Panzerabwehrwaffen liegt bei 97.000 \u2013 mehr als es Panzer auf der ganzen Welt gibt.\u201c[3]<\/p>\n\n\n\n<p>Tats\u00e4chlich ist der Krieg l\u00e4ngst zum Stellvertreterkrieg der Nato gegen Russland geworden. Dabei stellt die ukrainische Armee f\u00fcr die Nato das Kanonenfutter; das Land dient als Showroom f\u00fcr moderne Waffensysteme und f\u00fcr \u00fcberholt geglaubte Materialschlachten.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Entwicklung folgt einer Logik \u2013 und sp\u00e4testens seit Mai auch einem Plan. Das Bild von den Schlafwandlern war bereits als Erkl\u00e4rung f\u00fcr den Ersten Weltkriegs falsch.[4] Und es f\u00fchrt in die Irre, wenn die j\u00fcngere Entwicklung im Ukraine-Krieg verstanden sein will. Inwieweit die US-Regierung bereits im Vorfeld der russischen Invasion Pl\u00e4ne f\u00fcr einen gro\u00dfen regionalen Krieg gegen Moskau hatte und Putin mit der Invasion in eine Falle gelaufen war, muss zum gegenw\u00e4rtigen Zeitpunkt offen bleiben. Als sicher kann gelten, dass das Biden-Team und die Nato-F\u00fchrung in den Wochen nach Kriegsbeginn auf den Geschmack gekommen sind und dass sie inzwischen einen gro\u00dfen Krieg in Europa bewusst ins Kalk\u00fcl ziehen. Was aus Sicht von Washington nicht einer gewissen Logik entbehrt, ist das ins Auge gefasste Schlachtfeld doch 7000 Kilometer von Nordamerika entfernt<\/p>\n\n\n\n<p>Daf\u00fcr werden strategische Entscheidungen getroffen. Joe Biden, der vor der Wahl zum US-Pr\u00e4sidenten die Regierung in Riad wegen Verletzung der Menschenrechte massiv kritisiert hatte, vollzog, so die britische <em>Financial Times<\/em>, \u201eeine bemerkenswerte 180-Grad-Wende\u201c.[5] Er reist im Juli nach Riad. Dort trifft er mit Kronprinz Bin Salman denjenigen, der laut Erkenntnissen der CIA pers\u00f6nlich den Befehl daf\u00fcr gab, den kritischen Journalisten und Washington Post-Kolumnisten Jamal Khashoggi in Istanbul zu ermorden und seine Leiche zu zerst\u00fcckeln. Wobei die saudische Regierung vor allem f\u00fcr den Krieg im Jemen verantwortlich ist, in dem bislang weit mehr Menschen get\u00f6tet und deutlich mehr Infrastruktur und St\u00e4dte zerst\u00f6rt wurden als im Ukrainekrieg.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch es geht den Regierenden in Moskau nicht um \u201edie Befreiung der Ukraine von Nazis\u201c oder den Schutz der russischsprachigen Bev\u00f6lkerung auf ukrainischem Gebiet. Und es geht der US-Regierung und der Nato-F\u00fchrung nicht um Menschenrechte oder um die Souver\u00e4nit\u00e4t der Ukraine. Auf beiden Seiten geht es ausschlie\u00dflich um knallharte Geopolitik. Biden wird der Regierung in Riad viel Geld anbieten und noch mehr moderne Waffen liefern, damit diese im Gegenzug den \u00d6lhahn aufdreht. Da bislang die westlichen Sanktionen in Moskau wenig Wirkung zeigen, soll die russische \u00d6konomie durch sinkende \u00d6l- und Gaspreise ausbluten.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit Wochen dreht der Westen heftig an der Eskalationsspirale: So nutzt er demagogisch das Thema drohende Hungersnot im globalen S\u00fcden aufgrund ausbleibender ukrainischer Getreideexporte. Zun\u00e4chst einmal ist es seltsam, dass man Tag f\u00fcr Tag schwerstes Milit\u00e4rger\u00e4t in die Ukraine auf dem Landweg verfrachten kann, dass Getreideexporte jedoch auf demselben Weg unm\u00f6glich sein sollen. Vor allem gibt es auch die M\u00f6glichkeit zur Nutzung des Seewegs. Das Getreide k\u00f6nnte \u2013 nach Absprachen mit Ankara \u2013 aus den ukrainischen H\u00e4fen unter dem Schutz t\u00fcrkischer Kriegsschiffe abtransportiert werden, wenn Kiew die Seeminen vor den entsprechenden H\u00e4fen r\u00e4umt. Der Vorsitzende der Afrikanischen Union, der senegalesische Pr\u00e4sident Macky Sall, begr\u00fc\u00dfte Anfang Juni diesen Vorschlag ausdr\u00fccklich und machte zum Entsetzen des Westens die Regierung Selenskyi f\u00fcr die Blockade der Getreideexporte verantwortlich. Kiew reagiert wie nach einem Drehbuch, das in Washington geschrieben wird. Die R\u00e4umung der Minen wird mit fadenscheiniger Begr\u00fcndung abgelehnt. Stattdessen fordert Selenskyi \u201emoderne Ausr\u00fcstung f\u00fcr den K\u00fcstenschutz\u201c. Den wiederum \u2013 so Seezielflugk\u00f6rper des Typs Harpoon mit einer Reichweite von knapp 300 Kilometern \u2013 liefern prompt D\u00e4nemark, Gro\u00dfbritannien und die USA. Die russische Seite d\u00fcrfte darauf ihrerseits mit noch massiveren Angriffen reagieren, m\u00f6glicherweise nun auf Odessa.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit dem 18. Juni gibt es eine n\u00e4chste Stufe der Eskalation: Die Regierung in Litauen blockiert den Transit russischer Transporte in die russische Exklave Kaliningrad. Die Begr\u00fcndung der litauischen Regierung, es handle sich dabei lediglich um die Anwendung der im M\u00e4rz (!) beschlossen Sanktionen der Europ\u00e4ischen Union, ist haneb\u00fcchen. Da Kaliningrad unbestrittener Teil der Russischen F\u00f6deration ist, k\u00f6nnen Transporte zwischen der Exklave und dem russischen Kernland nicht von EU-Sanktionen betroffen sein. Die EU behandelt Transporte zwischen Gro\u00dfbritannien und Gibraltar auch nicht nach EU-Recht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Blockade-Ma\u00dfnahmen der Regierung in Vilnius werden in Moskau zu Recht als Provokation empfunden. Damit r\u00fcckt der Krieg mit Riesenschritten <em>auf Berlin<\/em> zu. Untersucht man die j\u00fcngere Entwicklung in Litauen, so gewinnt man den Eindruck, diese j\u00fcngste &nbsp;Eskalation k\u00f6nnte von langer Hand geplant sein \u2013 und zwar unter Einschluss der Regierung in Berlin. Denn in Litauen befindet sich eine 1600 Kopf starke Nato-Einheit, deren Kern die Panzergrenadierbrigade 41 \u201eVorpommern\u201c, also Soldaten der Bundeswehr, bildet. Der Kommandeur dieser Battlegroup, Oberstleutnant Daniel Andr\u00e4, spricht Klartext: \u201eDer 24. Februar war ein Game-Changer. Der Krieg ist wieder im Herzen Europas zur\u00fcck. Und wir haben mit Litauen eine Grenze zu Kaliningrad, also zu Russland.\u201c Er spricht auch die M\u00f6glichkeit einer deutlichen Aufstockung der Nato-Pr\u00e4senz mit noch gr\u00f6\u00dferem deutschen Engagement an: \u201eDas ist eine Entscheidung, die zum Schluss auf der politischen Ebene getroffen werden muss \u2013 beim Nato-Gipfel Ende des Monats [Juni; W.W.]. Wir sind hier auf alles vorbereitet. [\u2026] Und der Kanzler hat das ja auch letzte Woche hier bei seinem Besuch \u00f6ffentlichkeitswirksam ge\u00e4u\u00dfert &#8211; dass Deutschland bereit ist, auch mehr Verantwortung zu \u00fcbernehmen.&#8220;[6]<\/p>\n\n\n\n<p>Laut offizieller Website der Bundeswehr [7] gab es seit dem 24. Februar in Litauen die folgenden Eskalationsschritte: 1. M\u00e4rz und 8. April: Aufstockungen der Nato-Pr\u00e4senz; 3. M\u00e4rz: Besuch des Bundespr\u00e4sidenten; 10., 15. und 16. M\u00e4rz \u201eDie Leoparden der Battlegroup trainieren das Gefecht\u201c&nbsp; &#8211; \u201eSchwertransport mit der Panzerhaubitze 2000\u201c \u2013 \u201eDie Aufkl\u00e4rungskompanie trainiert den Drohnenflug\u201c; 7. Juni: Bundeskanzler Scholz sagt in Litauen weitere Verst\u00e4rkung der Nato-Pr\u00e4senz zu; 18. Juni: Die litauische Regierung blockiert den Transit russischer Transporte.<\/p>\n\n\n\n<p>Apropos Putin. Im Westen gibt es zwei grundverschiedene Thesen zum Charakter des Herrn im Kreml. Einmal hei\u00dft es, der Mann sei unberechenbar. Dann wird behauptet, er habe diesen Krieg seit langem k\u00fchl geplant. Beide Einsch\u00e4tzungen lassen die Erwartung zu, dass Moskau bei entsprechender Provokation oder auch im Fall milit\u00e4rischer R\u00fcckschl\u00e4ge einen Angriff auf Nato-Gebiet, einschlie\u00dflich eines Atomwaffen-Einsatzes, in Erw\u00e4gung ziehen wird. Ein unberechenbarer Putin wird im Fall von Provokationen offensichtlich noch unberechenbarer. Ist Putin jedoch der eiskalt planende Politiker, dann sollte sein konkretes Agieren zur Kenntnis genommen werden. Im Juni 2020 unterzeichnete Putin ein Dekret, das russischen Generalen den Ersteinsatz von Atomwaffen auch in konventionellen Kriegen erlaubt \u2013 und zwar \u201eim Fall einer Aggression gegen die Russische F\u00f6deration mit konventionellen Waffen, wenn die Existenz des Staates in Gefahr ist.\u201c[8] Russland zog damit mit dem US-Milit\u00e4r gleich, das inzwischen auch einen atomaren Erstschlag nicht mehr ausschlie\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Handeln der Regierenden in Moskau, Washington, Br\u00fcssel, Berlin und Kiew ist zynisch und verantwortungslos. Die Politik dieser Kreise l\u00e4uft darauf hinaus, einen europaweiten, atomar gef\u00fchrten Krieg in Kauf zu nehmen. Dabei wird im Vorfeld alles abger\u00e4umt, was als Antwort auf den Klimanotstand notwendig w\u00e4re: Fracking-Gas aus den USA? L\u00e4ngere Laufzeiten f\u00fcr Kohlekraftwerke? Fl\u00fcssiggas aus Scharia-Regionen? Bohrungen nach Gas in der Nordsee? All das erh\u00e4lt jetzt seinen Segen. <\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig wird die Bev\u00f6lkerung auf Blut, Schwei\u00df und Tr\u00e4nen eingestimmt; der Krieg verbindet sich zunehmend mit der sozialen Frage. Robert Habeck wei\u00df: \u201eWir werden alle \u00e4rmer\u201c. Und Christian Lindner erkl\u00e4rt am 22. Juni, er sehe nun \u201edrei bis f\u00fcnf Jahre mit Engp\u00e4ssen\u201c. Es gehe nun darum \u201edie Substanz der deutschen Wirtschaft in diesen Zeiten der Unsicherheit\u201c zu verteidigen.[9] Damit ist gemeint, dass der Pro-Kopf-Einkommensverlust in H\u00f6he von 1500 Euro, den es nach bisherigen Berechnungen im laufenden Jahr 2022 aufgrund der massiv angestiegenen Energiepreise bereits geben wird, nochmals deutlich h\u00f6her ausfallen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch am 22. April erkl\u00e4rte Olaf Scholz in einem Interview mit dem <em>Spiegel<\/em>: \u201eEs gibt kein Lehrbuch f\u00fcr die Situation, in dem man nachlesen k\u00f6nnte, ab welchem Punkt wir als Kriegspartei wahrgenommen werden. [\u2026] Ich unternehme alles, um einen Atomkrieg zu vermeiden.\u201c Diese Haltung hat die deutsche Regierung l\u00e4ngst aufgegeben. Wobei die FDP und die Gr\u00fcnen in besonderem Ma\u00df kriegstreiberisch auftreten.<\/p>\n\n\n\n<p>Nur ein Stopp aller Waffenlieferungen und ein massives Dr\u00e4ngen auf sofortige Verhandlungen mit dem Ziel \u201eMinsk III\u201c kann die bedrohliche Dynamik stoppen. Dabei sind die Friedensbewegung in Europa und die \u2013 weiterhin aktive \u2013 Zivilgesellschaft in Russland wichtige Aktivposten. Keiner komme mit dem Argument, man stolpere, Schlafwandlern gleich, in den neuen und europaweiten Krieg. Die Schritte der Eskalation sind auch seitens des Westens geplant. Und sie sind klar zu erkennen.<\/p>\n\n\n\n<h5>Anmerkungen:<\/h5>\n\n\n\n<p>[1] Konrad Schuller, die Angst vor dem gro\u00dfen Krieg, in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 17. April 2022. Christoph Schwennicke, Die neuen Schlafwandler, in: Freitag vom 18. April 2022.<\/p>\n\n\n\n<p>[2] \u201eAm 24. Februar begann der totale Krieg\u201c, Interview mit W. Selenskyi in: Die Zeit vom 15. Juni 2022.<\/p>\n\n\n\n<p>[3] Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 17. Juni 2022.<\/p>\n\n\n\n<p>[4] Das 2014 erschienene Buch des in Cambridge lehrenden Australiers Christopher Clark \u201eDie Schlafwandler\u201c ignoriert systematisch die wissenschaftlichen Erkenntnisse \u00fcber die deutsche Verantwortung f\u00fcr den Ersten Weltkrieg, so die Arbeiten von Fritz Fischer. Es dient der Reinwaschung der deutschen Eliten und wurde deshalb hierzulande von offiziellen Institutionen zur neuen Staatsr\u00e4son erhoben. Siehe: Klaus Gietinger \/ Winfried Wolf, Der Seelentr\u00f6ster \u2013 Wie Christopher Clark die Deutschen von der Schuld am Ersten Weltkrieg erl\u00f6st, Stuttgart 2017; in serbischer Sprache Novi Sad 2019.<\/p>\n\n\n\n<p>[5] Financial Times vom 16. Juni 2022.<\/p>\n\n\n\n<p>[6] Bericht von Henning Str\u00fcber f\u00fcr den NDR vom 16. Juni 2022<\/p>\n\n\n\n<p>[7] <a href=\"https:\/\/www.bundeswehr.de\/de\/einsaetze-bundeswehr\/anerkannte-missionen\/efp-enhanced-forward-presence\/weitere-artikel-aus-litauen\">https:\/\/www.bundeswehr.de\/de\/einsaetze-bundeswehr\/anerkannte-missionen\/efp-enhanced-forward-presence\/weitere-artikel-aus-litauen<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>[8] Hier zitiert bei Schuller\/FAZ; siehe Fu\u00dfnote 1.<\/p>\n\n\n\n<p>[9] Bericht bei ntv vom 22.6.2022;<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/wirtschaft\/Lindner-warnt-vor-drei-bis-fuenf-Jahren-der-Knappheit-article23414488.html\">https:\/\/www.n-tv.de\/mediathek\/videos\/wirtschaft\/Lindner-warnt-vor-drei-bis-fuenf-Jahren-der-Knappheit-article23414488.html<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es droht die Ausweitung des Ukraine-Kriegs zum europaweiten Krieg. Verantwortlich daf\u00fcr sind keine Schlafwandler, sondern scharf kalkulierende Akteure. Auch in Berlin. 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