{"id":973,"date":"2020-06-17T14:41:12","date_gmt":"2020-06-17T12:41:12","guid":{"rendered":"https:\/\/winfriedwolf.de\/?p=973"},"modified":"2021-04-05T23:04:34","modified_gmt":"2021-04-05T21:04:34","slug":"die-pandemie-ist-real-das-versagen-der-regierenden-ist-global","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/winfriedwolf.de\/?p=973","title":{"rendered":"Die Pandemie ist real \u2013 das Versagen der  Regierenden ist global"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h2>Die mehr als 400.000 Corona-Toten h\u00e4tten  zum gro\u00dfen Teil vermieden werden k\u00f6nnen<\/h2>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Weltweit\nstarben bis Anfang Juni rund 400.000 Menschen an und mit dem\nCorona-Virus. Relativierungen der offiziellen Zahlen, die vor allem\nin der Fr\u00fchphase der Epidemie gemacht wurden, werden bei weitem\naufgewogen von der gro\u00dfen Dunkelziffer nicht erfasster Corona-Toter,\ninsbesondere in den Peripheriestaaten. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\nDas hei\u00dft: Die Pandemie ist real. Sie d\u00fcrfte\nim laufenden Jahr weit mehr als einer halben Million Menschen das\nLeben kosten. Zumal sie erst seit Mai die weniger industrialisierten\nStaaten und Schwellenl\u00e4nder wie Brasilien und Indien erfasst.\nAktuell konzentrieren sich noch mehr als 70 Prozent der Corona-Toten\nauf Westeuropa und  die USA. Der rasante Anstieg der\nCorona-Toten-Zahlen in Brasilien verdeutlicht dies. Dabei sind die\nGefahren einer zweiten Epidemie-Welle in Europa nach dem Sommer 2020\nnoch nicht ber\u00fccksichtigt. \n<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>\nDie virologischen Erkenntnisse und vor allem\ndie praktischen Erfahrungen mit der Pandemie besagen: W\u00fcrde man\ndieser freien Lauf lassen, so w\u00fcrden noch im laufenden Jahr weltweit\nviele Millionen Menschen den Corona-Tod finden. Das Gesundheitssystem\nin allen betroffenen L\u00e4ndern w\u00fcrde kollabieren. Die niedrige\nLetalit\u00e4t (\u201eT\u00f6dlichkeit\u201c) ist f\u00fcr diese Erkenntnis\nnebens\u00e4chlich. Entscheidend ist die sehr hohe Ansteckungsgefahr, bei\nder diese relativ niedrige Letalit\u00e4t dennoch in absoluten Zahlen zu\nder genannten Opferzahl gef\u00fchrt hat. Im Fall des Zusammenbruchs der\nGesundheitssysteme, wie wir sie in Norditalien und in New York erlebt\nhaben, und wie wir sie in Teilen Brasiliens und Ecuadors aktuell\nerleben, erh\u00f6ht sich auch die Letalit\u00e4t sprunghaft. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\nUnd wie wurde und wird die Epidemie einged\u00e4mmt?\nHier ist ein Blick auf die vorausgegangene SARS-Epidemie interessant.\nEine auf den ersten Blick erstaunliche, doch vor dem Hintergrund der\nCorona-Pandemie auch heute \u00fcberzeugende WHO-Erkenntnis lautete:\n\u201eW\u00e4hrend die moderne Wissenschaft eine wichtige Rolle [z.B. bei\nder Analyse des Virus und der Entwicklung von Tests] spielt, spielte\nkeine der top-modernen Instrumente eine wichtigere Rolle bei der\nEind\u00e4mmung von SARS. [\u2026] Als wichtigste Strategien zur Kontrolle\nvon SARS erwiesen sich die Strategien zur Aufrechterhaltung der\n\u00f6ffentlichen Gesundheit aus dem 19. Jahrhundert: die Kontaktpersonen\nausfindig machen und alle Kontakte nachvollziehen, Quarant\u00e4ne und\nIsolierung.\u201c<sup>1<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>\n2020 spielten in China und in Teilen von Asien\nzwar \u201emoderne Techniken\u201c, konkret Smartphones und darauf\ninstallierte Apps, erstmals eine gr\u00f6\u00dfere Rolle. Bei den Ma\u00dfnahmen,\ndie konkret zur Eind\u00e4mmung der Epidemie ergriffen wurden, standen\njedoch erneut die \u201eStrategien aus dem 19. Jahrhundert\u201c im\nZentrum. Der exponentielle Anstieg der Covid-19-Infektionen konnte\n\u00fcberall dort ausgebremst und teilweise gestoppt werden, wo diese\n\u201eTechniken aus dem vorletzten Jahrhundert\u201c in ausreichendem Ma\u00df\nangewandt wurden. Wobei es in Europa zu deren Anwendung oft nicht im\nerforderlichen Umfang kam und deshalb viel mehr fl\u00e4chendeckende\nEind\u00e4mmungsma\u00dfnahmen notwendig wurden als zum Beispiel in S\u00fcdkorea,\nSingapur oder Taiwan. Der Grund: Es fehlt daf\u00fcr schlicht das\nPersonal, um die erforderlichen Techniken von Registrierung,\n\u201eTracing\u201c und Quarant\u00e4ne (der Isolierung) anwenden zu k\u00f6nnen.<sup>2<\/sup>\n\n<\/p>\n\n\n\n<h3>Eind\u00e4mmungsma\u00dfnahmen\ngegen den Widerstand der Regierenden<\/h3>\n\n\n\n<p>Im\nR\u00fcckblick wird oft argumentiert, die Durchsetzung der\nEind\u00e4mmungsstrategien sei eine Sache der Regierungen und der\nInstitutionen wie dem Robert Koch-Institut gewesen. Das trifft nicht\nzu. Diese Institutionen und die Regierenden wiegelten auf\nunverantwortliche Weise viele Wochen lang ab; sie bagatellisierten\ndie Corona-Gefahr von Anfang Januar an. In Europa bis Anfang M\u00e4rz.\nIn den USA und in Russland bis Anfang April. In Brasilien bis Anfang\nMai. Am 31. Dezember 2019 meldete die chinesische Regierung die\nEpidemie erstmals bei der WHO. Sp\u00e4testens am 20. Januar 2020, als\nPeking massive Ma\u00dfnahmen zur Eind\u00e4mmung der Corona-Epidemie in der\nProvinz Hubei ergriff, war f\u00fcr die Fachwelt klar, wie ernst die\nSache ist. Doch es geschah in Europa und in den USA \u2013 nichts. Es\ngab viele Wochen lang eine umfassende Bagatellisierung. In \u00d6sterreich\ndrehten sich die Skilifts in Ischgl, bis die Saison Mitte M\u00e4rz zu\nEnde war. In Deutschland feierte man Karneval und lie\u00df gro\u00dfe\nBundesligaspiele und am 15. M\u00e4rz eine Kommunalwahl in Bayern \u00fcber\ndie B\u00fchne gehen. Vergleichbar war das Verhalten in Italien, wo am\n19. Februar in Mailand das Spiel Atalanta Bergamo gegen den FC\nValencia \u2013 das Achtelfinale der Champions League \u2013 vor 44.000\nZuschauern durchgezogen wurde, was sich dann als entscheidende\nVirenschleuder erwies. \n<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"351\" src=\"https:\/\/winfriedwolf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/50-tabelle1-1024x351.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-992\" srcset=\"https:\/\/winfriedwolf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/50-tabelle1-1024x351.jpg 1024w, https:\/\/winfriedwolf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/50-tabelle1-300x103.jpg 300w, https:\/\/winfriedwolf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/50-tabelle1-768x263.jpg 768w, https:\/\/winfriedwolf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/50-tabelle1.jpg 1489w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>\nUnd wie kam die Wende? Warum schwenkten die\nRegierungen in Westeuropa auf den Kurs der Eind\u00e4mmung, der\nSchlie\u00dfung gro\u00dfer Teile des \u00f6ffentlichen Lebens und eines\nteilweisen Lockdowns der Wirtschaft um? Dies ist einem Mix aus drei\nFaktoren geschuldet. Erstens wurde gewisserma\u00dfen in Sichtweite (bis\nHubei blicken k\u00f6nnen die Politiker nicht) in Italien und Frankreich\ngezeigt, was es hei\u00dft, wenn man die Sache laufen l\u00e4sst. In Italien\n(und im franz\u00f6sischen Elsass) wurde in den ersten zwei M\u00e4rz-Wochen\ndeutlich, dass das Gesundheitssystem beim absehbaren weiteren Anstieg\nder Corona-Infektionen schlicht kollabieren wird. Als in Wien und\nBerlin die Entscheidungen f\u00fcr drastische Ma\u00dfnahmen fielen, gab es\nin Italien bereits mehr als 1200 Corona-Tote. Damals bewegten sich in\n\u00d6sterreich und in Deutschland die Corona-Toten-Zahlen noch im\nunteren einstelligen Bereich. Siehe Tabelle. Zweitens gab es im\nZeitraum M\u00e4rz bis April mehrere Wochen lang eine interessante\nEntwicklung, in der sich zeigte, was \u201eZivilgesellschaft\u201c sein\nk\u00f6nnte: Virologen wie in Deutschland Christian Drosten kl\u00e4rten \u2013\nvia Medien verst\u00e4rkt \u2013 ein Millionenpublikum auf; die\nverunsicherten Regierenden zeigten sich f\u00fcr diese Aufkl\u00e4rungsarbeit\noffen. Gro\u00dfe Teile der Bev\u00f6lkerung sogen die Informationen in sich\nauf \u2013 und handelten verantwortungsbewusst. Dies geschah bereits vor\nden Beschl\u00fcssen mit den offiziellen Restriktionsma\u00dfnahmen. Drittens\nwar zum Zeitpunkt Mitte M\u00e4rz die Wirtschaftskrise, die mit Corona\nbis dahin rein gar nichts zu tun hatte, soweit entwickelt, dass es\nden Konzernen und Banken durchaus in den Kram passte, die\nwirtschaftliche T\u00e4tigkeit hinter der Nebelbank \u201eCorona\u201c\nherunterzufahren und bei den jeweiligen Regierungen und den\nSozialkassen die Hand f\u00fcr Milliarden Subventionen und\nKurzarbeitergelder aufzuhalten. Es hatte einen radikalen\nNachfrageeinbruch gegeben, den man mit dem zeitweiligen und nur\nteilweisen Lockdown abzufedern versuchte.<\/p>\n\n\n\n<p>Kaum flachte sich die Kurve von Infektionen und Corona-Toten ab, dr\u00e4ngten Banken, Konzerne, Unternehmerverb\u00e4nde auf \u201e\u00d6ffnung\u201c. Seit Mitte Mai gibt es einen Wettlauf, wer zuerst den Schulbetrieb in G\u00e4nze aufnimmt, wer die Kitas weitgehend ohne Beschr\u00e4nkungen und vor allem wer die Grenzen wann \u00f6ffnet. Im Parteienspektrum gilt die Formel: Je weiter rechts und je mehr Unternehmer-nah, desto massiver ist das Pl\u00e4doyer f\u00fcr \u201e\u00d6ffnung\u201c. In dieser Situation steht die politische Welt Kopf. Der FDP-Chef Lindner entdeckt die \u201eLeiden der bildungsfernen Kinder\u201c, der NRW-CDU-Ministerpr\u00e4sident Laschet beklagt die \u201eGewalt gegen Frauen\u201c und der FP\u00d6-Chef Hofer will \u201edie Verfassung verteidigen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<h3>Die Alternative:  das Schweden-Modell  <\/h3>\n\n\n\n<p>Die\nGegner der restriktiven Ma\u00dfnahmen betonen immer wieder auf\u00b4s Neue,\nim Norden g\u00e4be es eine Alternative zu den restriktiven Ma\u00dfnahmen.\n\u201eDie Meinungen der Experten, die sich nach dem schwedischen Vorbild\nf\u00fcr einen besonderen Schutz von gef\u00e4hrdeten Menschen und gegen den\nkompletten Shutdown ausgesprochen haben, wurden nicht geh\u00f6rt\u201c. So\nder FP\u00d6-Chef Norbert Hofer Mitte Mai.<sup>3<\/sup>\nDas \u201eschwedische Vorbild\u201c sieht aus, wie in Tabelle 2\ndokumentiert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"476\" src=\"https:\/\/winfriedwolf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/50-tabelle2-1024x476.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-993\" srcset=\"https:\/\/winfriedwolf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/50-tabelle2-1024x476.jpg 1024w, https:\/\/winfriedwolf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/50-tabelle2-300x139.jpg 300w, https:\/\/winfriedwolf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/50-tabelle2-768x357.jpg 768w, https:\/\/winfriedwolf.de\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/50-tabelle2.jpg 1507w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>\nGut erkennbar ist: Ende M\u00e4rz lagen die\nAusgangspunkte noch nicht allzu weit auseinander. Die Restriktionen\nin \u00d6sterreich, Deutschland, D\u00e4nemark, Norwegen und Finnland  hatten\nerst zu wirken begonnen. Doch seither kommt es zur scherenartigen\nAuseinanderentwicklung. In Schweden gibt es am 7. Juni 4656\nCorona-Tote. Im nicht wesentlich kleineren \u00d6sterreich (8,9 zu 10,3\nMillionen Einwohner) sind es \u201enur\u201c 672. Und im acht Mal gr\u00f6\u00dferen\nDeutschland \u201enur\u201c 8685. Am 7. Juni g\u00e4be es unter \u201eschwedischen\nBedingungen\u201c in \u00d6sterreich 4004 Corona-Tote \u2013 anstelle der\ngenannten 672; es w\u00e4ren 6mal mehr als in Wirklichkeit. In\nDeutschland w\u00e4ren es 37.667 \u2013 das 4,4fache. \u00c4hnlich \u2013 wie in\nDeutschland \u2013 die Relationen in D\u00e4nemark. In Finnland l\u00e4ge der\n\u201eSchwedenwert\u201c beim 7,7fachen und in Norwegen gar beim gut\n10fachen. Die skandinavischen L\u00e4nder D\u00e4nemark, Norwegen und\nFinnland, die alle drei eine vergleichbare Corona-Politik verfolgen,\nwie es sie in \u00d6sterreich und Deutschland gab, z\u00e4hlen am 7. Juni\ninsgesamt \u201enur\u201c 1147 Corona-Tote, weniger als ein Viertel der\nZahl der Corona-Toten von Schweden. Dabei haben diese drei L\u00e4nder\n16,7 Millionen Einwohner; in Schweden sind es 10,3 Millionen. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\nEs ist schwer nachvollziehbar, warum heute die\nGegner der restriktiven Ma\u00dfnahmen zur Epidemie-Eind\u00e4mmung weiterhin\nauf Schweden als Alternative und Vorbild verweisen. Im \u00dcbrigen ist\ndie Wahrheit konkret: Aufgrund der Eindeutigkeit dieser Ergebnisse\nwollen im Sommer viele L\u00e4nder \u2013 auch die skandinavischen Nachbarn\nSchwedens \u2013 ihre Grenzen f\u00fcr schwedische B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger\nnicht \u00f6ffnen; zu gro\u00df sei das Infektionsrisiko. Schweden rangiert\nAnfang Juni weltweit auf Rang 5 der L\u00e4nder  mit der h\u00f6chsten\nCorona-Toten-Zahl je eine Million Einwohner \u2013 hinter Belgien,\nSpanien, dem Vereinigten K\u00f6nigreich und Italien und noch vor\nFrankreich. Im April standen noch 63 Prozent der schwedischen\nBev\u00f6lkerung hinter dem Corona-Kurs ihrer Regierung. Bis Anfang Juni\nwar die Zustimmung um knapp 20 Prozentpunkte auf 45 Prozent\neingebrochen.<sup>4<\/sup>\nDas steht im Gegensatz zur gewachsenen Zustimmung, die die\nRegierungen in Helsinki, Kopenhagen, Oslo, Wien und Berlin f\u00fcr ihre\nCorona-Politik registrieren. F\u00fcr Andreas S\u00f6rensen, Vorsitzender der\nSchwedischen Kommunistischen Partei, ist \u201edas schwedische Modell im\nEndeffekt sehr zynisch. [&#8230;] Der Zynismus zeigt sich darin, dass es\neine mehr oder weniger bewusste Entscheidung war, das Leben der\n\u00c4lteren zu opfern, um die Produktion am Laufen zu halten.\u201c<sup>5<\/sup>\nMehr als die H\u00e4lfte der Corona-Toten in Schweden waren Seniorinnen\nund Senioren in Altenheimen.<\/p>\n\n\n\n<p>\nGerade die fatale Bilanz der schwedischen\nCorona-Politik unterstreicht: Es gibt zur Politik der Eind\u00e4mmung des\nVirus auch mit gesetzlich unterlegten restriktiven Ma\u00dfnahmen keine\nhumane Alternative. Und es sind demokratisch-kommunistische\nRegierungen in Kerala, Indien, und auf Kuba, die in vorbildlicher\nWeise demonstrieren, dass eine solche Politik dann weit besser als in\n\u00d6sterreich und in Deutschland  funktioniert, wenn die jeweiligen\nRegierungen \u00fcber eine gro\u00dfe allgemeine  Anerkennung in der\nBev\u00f6lkerung verf\u00fcgen.<sup>6<\/sup><\/p>\n\n\n\n<h3>\u201eMerkel\nund Kurz und die WHO haben im Grunde alles richtig gemacht\u201c<\/h3>\n\n\n\n<p>Oft\nwird eine n\u00fcchterne Bilanz der Corona-Politik, wie sie in Berlin und\nWien betrieben wird, gleichgesetzt mit einer Zustimmung zur Politik\nder Regierenden. Das trifft nicht zu. Diese Regierungen reagierten,\nwie beschrieben, auf die Epidemie viel zu sp\u00e4t. Sie sind\nverantwortlich f\u00fcr den drastischen Abbau der Kapazit\u00e4ten im\nGesundheitssektor in den vergangenen Jahrzehnten; und sie setzen die\nPrivatisierungspolitik  bis zum heutigen Tag fort. Es gibt v\u00f6llig\nunzureichende Kapazit\u00e4ten in Kitas und Kinderg\u00e4rten; die\nGruppengr\u00f6\u00dfen waren auch in Vor-Corona-Zeiten viel zu gro\u00df bzw.\ndie Zahl der Erzieherinnen und Erzieher viel zu klein. Deshalb waren\nweit drastischere Ma\u00dfnahmen zur Eind\u00e4mmung der Corona-Pandemie\nn\u00f6tig als dies bei einer rechtzeitigen Reaktion und ausreichenden\nKapazit\u00e4ten der Fall gewesen w\u00e4re. Die konkreten Ma\u00dfnahmen waren\ndann eindeutig klassenpolitisch gepr\u00e4gt: \u201eSoziale Distanz\u201c gilt\nim \u00f6ffentlichen Leben, nat\u00fcrlich nicht an den Flie\u00dfb\u00e4ndern, bei\nder Gruppenarbeit in der Fertigung, in Schlachth\u00f6fen, beim\nSpargelstechen und in den engen Behausungen der Erntehelfer.\nGottesdienste und Fu\u00dfballspiele wurden als \u201esystemrelevant\u201c\nerkl\u00e4rt; Demos blieben lange Zeit weitgehend untersagt. Die\nBesuchsverbote in Altenheimen und teilweise in Hospizen waren viel zu\nrigide; mit einem entsprechenden Geldeinsatz und technischem Aufwand\nh\u00e4tten hier menschenw\u00fcrdige M\u00f6glichkeiten der Kommunikation ohne\nInfektionsgefahren geschaffen werden k\u00f6nnen. Die M\u00f6glichkeiten f\u00fcr\nein Homeschooling waren v\u00f6llig unzureichend; hier gab es auch kaum\nfinanzielle und technische Hilfen, sodass das Abh\u00e4ngen der\n\u201ebildungsfernen\u201c Kinder und Jugendlichen beschleunigt wurde. Vor\nallem gew\u00e4hren die Regierenden in Berlin und Wien an diejenigen\nUnternehmen, die selbst \u00fcber Milliarden Euro R\u00fccklagen verf\u00fcgen,\nMilliarden-Euro-Betr\u00e4ge aus dem Staatss\u00e4ckel und aus Sozialkassen,\ndie an anderer Stelle \u2013 zur St\u00fctzung von Erzieherinnen und\nErziehern, K\u00fcnstlern und K\u00fcnstlerinnen, Obdachlosen, zum Schutz von\nFrauen vor Gewalt, zur Absicherung von Kleinexistenzen, von\ngemeinn\u00fctzigen Einrichtungen wie Jugendherbergen,\nNaturfreunde-H\u00e4usern, Kleinkunst-Einrichtungen \u2013 h\u00e4tten\neingesetzt werden m\u00fcssen und die dort einer wesentlich gr\u00f6\u00dferen\nZahl von Menschen, die darauf bitter angewiesen sind, Hilfe gebracht\nh\u00e4tte.<\/p>\n\n\n\n<p>Das\nVersagen setzt sich fort. Die Regierenden geben heute dem Dr\u00e4ngen\nder Wirtschaft nach \u201e\u00d6ffnung\u201c viel zu schnell nach; sie\nriskieren derzeit eine zweite Welle nach der Sommerpause. Die \u00d6ffnung\nzur Zivilgesellschaft und der offene Dialog mit der Wissenschaft ist\nweitgehend beendet. Das Robert-Koch-Institut \u2013 das im \u00fcbrigen\nweisungsabh\u00e4ngig vom Gesundheitsministerium ist, dessen Chef, Jens\nSpahn, ein ausgewiesener Privatisierungsfreund ist \u2013 stellte die\nt\u00e4glichen Pressekonferenzen bereits Mitte Mai ein. Die vier gr\u00f6\u00dften\nWissenschaftseinrichtungen Deutschlands \u00e4u\u00dferten sich Mitte Mai in\neiner gemeinsamen Erkl\u00e4rung offen kritisch zur Politik der\n\u00d6ffnungen; ihr Rat wird jetzt souver\u00e4n ignoriert.<sup>7<\/sup>\n \n<\/p>\n\n\n\n<p>\nUnd die WHO? Auch hier gibt es weitgehend ein\nVersagen. Die Weltgesundheitsorganisation konnte sich erst am 12.\nM\u00e4rz dazu aufraffen, die Epidemie offiziell zur Pandemie zu erkl\u00e4ren\n\u2013 was um Wochen zu sp\u00e4t erfolgte. Es gab in der gesamten Zeit der\nEpidemie nie eine offizielle Reisewarnung der WHO. Man f\u00fchlte sich\nvielmehr den Airlines verpflichtet \u2013 in die ja die WHO-Finanziers\nGates und Buffet ebenfalls viel Geld gesteckt hatten.<sup>8<\/sup>\nAm 11. M\u00e4rz ver\u00f6ffentlichte die WHO gemeinsam mit der Lobbygruppe\nder Weltluftfahrt, der ICAO, ein skandal\u00f6ses \u201eJoint Statement on\nCOVID-19\u201c, in dem darauf verwiesen wurde, die Flugg\u00e4ste m\u00f6gen\ndoch \u201eHygienema\u00dfnahmen, die den Risiken der \u00f6ffentlichen\nGesundheit angemessen\u201c w\u00e4ren, ergreifen. Also H\u00e4ndewachen und:\nfasten seat belts. Dabei lautete eine der wichtigsten Lehren, die die\nWHO 2006 aus der SARS-Epidemie zog, dass der Flugverkehr mit dem\nLand, in dem die Epidemie entsteht, sofort unterbrochen und\ngegebenenfalls der Weltflugverkehr massiv eingeschr\u00e4nkt werden\nmuss.<sup>9<\/sup>\nUnd es waren Flugg\u00e4ste, vor allem Gesch\u00e4ftsleute, die das Virus aus\nWuhan nach Deutschland und Norditalien (und wohl aus Italien nach\n\u00d6sterreich) brachten. Nein, es gibt keine vorbildliche Politik in\ndiesen Pandemie-Zeiten. Weder in Stockholm noch in Wien und Berlin\noder in Genf, am Sitz der WHO. Der gr\u00f6\u00dfte Teil der bislang mehr als\n400.000 Menschen, die am und mit dem Corona-Virus gestorben sind,\nk\u00f6nnte heute noch leben, wenn die WHO und die Regierenden in Europa\nund anderswo ihren Job gemacht h\u00e4tten.<\/p>\n\n\n\n<h3>Corona, die Krise und das Kapital<\/h3>\n\n\n\n<p>Wie\nin jeder Krise \u2013 und wie in jedem Boom \u2013 folgen das Kapital und\nseine Vertreter den eigenen Gesetzen. Und diese sind allein am\nProfit, an einer noch gr\u00f6\u00dferen Kapitalkonzentration, an einer\nVernichtung kleiner Existenzen, an der Ansammlung privaten Reichtums\nund an der Anziehung gro\u00dfer staatlicher und anderer Zufl\u00fcsse\norientiert. Entsprechend wird die aktuelle Krise solange weidlich im\nKapitalinteresse und gegen das Allgemeininteresse genutzt, wie es\nkeine Gegenbewegung gibt, die dem Einhalt gebietet. Was auch sonst?<\/p>\n\n\n\n<p>\nIn jeder Krise steckt eine Chance \u2013 das sagen\nsich auch die gro\u00dfen Kapitalvertreter. Einige von ihnen konnten in\nder Krise bislang Sondergewinne auf sich ziehen durch die Fertigung\nvon Masken, von Ausr\u00fcstungen f\u00fcr Intensivbetten, in den Bereichen\nPharma und IT, in Form von Zoom- und Skype-Konferenzen. Nat\u00fcrlich\nwird an einem Corona-Impfstoff massiv verdient werden. Und zweifellos\ngibt es eine fatale Verkn\u00fcpfung von WHO und Bill Gates bzw. der Bill\n&amp; Melinda Gates Foundation, die sich wiederum in der globalen\nImpfallianz GAVI konkretisieren. Und m\u00f6glicherweise w\u00e4re es am\nbesten, ein Corona-Impfstoff k\u00e4me aus China und w\u00fcrde ohne Auflagen\nder Menschheit zur Verf\u00fcgung gestellt, als wenn er via GAVI, Gates,\nPfizer, Merck &amp; Co. auf den Weltmarkt gel\u00e4nge. Dennoch bleibt es\nwohl dabei, dass f\u00fcr die Wiederherstellung normaler sozialer\nLebensverh\u00e4ltnisse die Existenz eines Impfstoffs die wesentliche\nVoraussetzung darstellt. \n<\/p>\n\n\n\n<p>\nBei all den Verweisen auf das Ausnutzen der\nKrise durch das Kapital gilt es jedoch in zweierlei Hinsicht\nWarnschilder aufzustellen. Warnschild 1 tr\u00e4gt die Aufschrift:\n\u201eProportionen wahren\u201c. Die Summe (in H\u00f6he von 7,5 Milliarden\nEuro), die f\u00fcr den Corona-Impfstoff eingesetzt werden soll, ist\nl\u00e4cherlich im Vergleich zu den Pharma-Ums\u00e4tzen und zu anderen\nAusgaben in Corona-Krisen-Zeiten. Allein Lufthansa und Air France-KLM\nerhalten mehr als doppelt so viel an neuen staatlichen Zuzahlungen\nwie weltweit f\u00fcr den Corona-Impfstoff ausgegeben werden soll. Die\nPharma-Konzerne sind an Impfstoff-Gewinnen eher wenig interessiert.\nDie Margen sind hier gering. Mehr als zwei Drittel des Umsatzes der\n20 gr\u00f6\u00dften Pharmakonzerne werden im Bereich der\nBlockbuster-Medikamente (Rheumamittel, Anti-Krebs-Pr\u00e4parate usw.)\nerzielt. Und \u00fcberhaupt: Wer bitte ist Big Pharma? Der addierte\nUmsatz der sieben gr\u00f6\u00dften Pharma-Unternehmen der Welt macht 400\nMilliarden US-Dollar aus. Der Umsatz der sieben gr\u00f6\u00dften \u00d6lkonzerne\nliegt mit 2,5 Billionen US-Dollar beim Sechsfachen.<sup>10<\/sup>\nEr \u00fcbersteigt auch bei weitem die Ums\u00e4tze der sieben gr\u00f6\u00dften\nIT-Konzerne. In den aktuellen Corona-Krisen-Zeiten \u201einvestieren\u201c\ndie Regierungen die gr\u00f6\u00dften Betr\u00e4ge in die Airlines, in die\nFlugzeugbauer und in die Autokonzerne. Sie st\u00e4rken damit das\nfossilistische Kapitel, womit sie auch die Klimakrise neu anheizen.<\/p>\n\n\n\n<p>\nDas zweite Warnschild tr\u00e4gt die Aufschrift:\n\u201eEs gibt keinen gro\u00dfen Plan\u201c. Corona ist weder ein Hype noch\nstecken dahinter ein Projekt oder ein Plan. Diese Epidemie hat Gates\nebenso auf dem falschem Fu\u00df erwischt wie die Regierenden. Dabei\nerlitt die Gates-Stiftung massive Verluste.<sup>11<\/sup>\nEinige  gro\u00dfe Konzerne und ganz wenige Finanzinstitute m\u00f6gen\nKrisengewinnler sein. Doch insgesamt sind die Verluste, die die\nweltweiten Konzerne, Banken, Versicherungen,\nDienstleistungsunternehmen, auch IT-Unternehmer wie Uber und Airbnb\nerleiden, gewaltig. Die bislang fast acht Billionen US-Dollar, die\ndie westlichen Regierungen f\u00fcr Rettungspakete ausgaben, sollen\nnat\u00fcrlich gro\u00dfenteils von der normalen Bev\u00f6lkerung  finanziert\nwerden. Selbst wenn das gelingt, stellt das einen enormen Abzug an\nNachfrage dar. Dass die Rettungspakete wirken, steht v\u00f6llig in den\nSternen \u2013 die eigentliche Wirtschaftskrise steht noch bevor. Und ob\nes gelingt, die Krisenlasten galant auf die durchschnittliche\nBev\u00f6lkerung umzuw\u00e4lzen, ist ebenfalls offen. Zu Recht gilt die\nLosung aus dem Jahr 2008: Wir zahlen nicht f\u00fcr Eure Krise.<\/p>\n\n\n\n<h4>Anmerkungen:<\/h4>\n\n\n\n<p>\n1 World Health Organisation \u2013 Western Pacific\nRegion, SARS. How a global epidemic was stopped, 2006, S. 247.<\/p>\n\n\n\n<p>\n2 In Deutschland wurde in den daf\u00fcr\nzust\u00e4ndigen Gesundheits\u00e4mtern die Besch\u00e4ftigtenzahl zwischen 2000\nund 2014 von 39.000 auf 29.000 abgebaut. Seither gab es eine leichte\nAufstockung. 2020 wurde fieberhaft versucht, mit Neurekrutierungen\nden neuen Aufgaben gerecht zu werden. Am 7. Mai 2020 wurde den\nGesundheits\u00e4mtern eine neue wichtige Aufgabe zugewiesen. Nun sollen\ndie Bundesl\u00e4nder sicherstellen, dass in Landkreisen mit mehr als 50\nNeuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen\nsofort wieder \u201eein konsequentes Beschr\u00e4nkungskonzept umgesetzt\u201c\nwird. Die Vorsitzende des Bundesverbands der \u00c4rzte des \u00d6ffentlichen\nGesundheitsdienstes (BV\u00d6GD) erkl\u00e4rte dazu: \u201eDas ist nicht zu\nschaffen. Die Gesundheits\u00e4mter werden ohne dauerhafte\nPersonalunterst\u00fctzung in die Knie gehen\u201c. Nach: Tagesspiegel vom\n8. Mai 2020.<\/p>\n\n\n\n<p>\n3 Corona-Virus f\u00fcr FP\u00d6-Hofer nur ein\nGrippevirus das gro\u00dfteils nicht gef\u00e4hrlich sei, in: Kurier vom 13.\nMai 2020.<\/p>\n\n\n\n<p>\n4 ARD-Tagesschau vom 5. Juni 2020.<\/p>\n\n\n\n<p>\n5 Interview mit A. S\u00f6rensen in: UZ (Unsere\nZeit) vom 5. Juni 2020.<\/p>\n\n\n\n<p>\n6 Zu Kerala siehe Seite 17. In Kuba (11,2\nMillionen Einwohner) gab es Ende M\u00e4rz die ersten Corona-Toten. Nach\neiner relativ schnellen Ausweitung bis Mitte April (24 Tote) wirkten\ndie breit getragenen Eind\u00e4mmungsma\u00dfnahmen. Bis Ende Mai gab es nur\n83 Corona-Tote. In Ecuador (17 Mio Einwohner) dagegen waren es bis\nEnde Mai 3334 Corona-Tote.<\/p>\n\n\n\n<p>\n7 Erkl\u00e4rung der vier\nWissenschaftseinrichtungen Fraunhofer, Helmholtz, \u2028Leibnitz\nund Max Planck Adaptive Strategien zur Eind\u00e4mmung der\nCOVID-19-Epidemie vom 28. April 2020.<\/p>\n\n\n\n<p>\n8 Die Gates-Stiftung (siehe unten) ist\nfinanziell eng mit Warren Buffets Investmentgesellschaft Berkshire\nHathaway verbunden. Die wiederum hatte gro\u00dfe Anteile an den\nUS-Airlines. Erst nach dem Crash im Fr\u00fchjahr 2020 stieg Buffet aus\ndiesen Investments aus mit einem Verlust von 50 Milliarden US-Dollar.\nSiehe auch unten den Beitrag von Peter Clausing zu Bill Gates.<\/p>\n\n\n\n<p>\n9 World Health Organisation \u2013 Western Pacific\nRegion, SARS. How a global epidemic was stopped, 2006, S. 250f.<\/p>\n\n\n\n<p>\n10 Die gr\u00f6\u00dften Pharmakonzerne und ihr Umsatz\n2018 \u2013 jeweils in Klammern in Milliarden US-Dollar) sind Johnson &amp;\nJohnson (82), Hoffmann LaRoche (64), Sinopharm (60), Pfizer (52),\nBayer (48), Novartis (48) und Merck &amp; Co. (47). Die gr\u00f6\u00dften\n\u00d6lkonzerne: Sinopec (420 Mrd. US-Dollar), Royal Dutch Shell (388),\nSaudi Aramco (356), Petro China (342), BP (299), Exxon (279) und\nTotal (209). Zum Vergleich \u00d6l-Auto und IT siehe ausf\u00fchrlich:\nWinfried Wolf, Mit dem Elektroauto in die Sackgasse, Promedia, M\u00e4rz\n2020, S.44ff.<\/p>\n\n\n\n<p>11 Die gr\u00f6\u00dften Investments der Gates-Stiftung betrafen Anfang 2020 die erw\u00e4hnte Investmentgesellschaft von Warren Buffet (siehe oben Fu\u00dfnote 8), die Canadian National Railway Company (die vor allem im Transport von \u00d6l- und Gas-Produkten engagiert ist), das Unternehmen Caterpillar und den Lebensmittelriesen WalMarts. Alle diese Unternehmen erleiden in der aktuellen Krise massive Verluste<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Der Beitrag erscheint als Printausgabe im neuen Heft 50 von<a href=\"https:\/\/www.lunapark21.net\/\"> LunaPark21<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die mehr als 400.000 Corona-Toten h\u00e4tten zum gro\u00dfen Teil vermieden werden k\u00f6nnen Weltweit starben bis Anfang Juni rund 400.000 Menschen an und mit dem Corona-Virus. 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